11. Mai 2002 · Quelle: lausitzer rundschau | regionalteil bad liebenwerda / elsterwerda

Massenschlägerei in Bad Liebenwerda

Massen­schlägerei in der Kurstadt 

Rechte und Linke liefer­ten sich Straßenschlacht 

Bad Liebenwerda.
Jugendliche liefer­ten sich am Him­melfahrt­stag eine Massen­schlägerei am Park­platz an der Querspange in Bad Lieben­wer­da, in deren Folge Per­so­n­en zum Teil schw­er ver­let­zt wur­den. Die Auseinan­der­set­zung, an der Ange­hörige rechter und link­er Grup­pierun­gen beteiligt waren, began­nen kurz nach 21 Uhr und dauerten bis gegen 23.30 Uhr an. Die Zahl der Beteiligten, darunter auch etliche Mäd­chen, schwank­te zwis­chen 15 und mehr als 50 Per­so­n­en, die zum Teil alko­holisiert waren. Wie ein Augen­zeuge berichtet, stürmten gegen 21 Uhr plöt­zlich so genan­nte Linke und Glatzen, die sich ver­fol­gten, aus dem Wäld­chen, und liefer­ten sich auf der Kreuzung an der Querspange eine Straßen­schlacht. Sie bewar­fen sich sich mit leeren Bier­flaschen, die zum Teil auch vor­beifahrende Autos trafen und prügel­ten mit Base­ballschlägern und Stan­gen aufeinan­der ein. Über Handy holten die jew­eili­gen Grup­pierun­gen Ver­stärkung her­an. Ein schw­er­er Zwis­chen­fall ereignete sich, als ein junger Mann mit seinem Auto plöt­zlich Gas gab und in zwei Per­so­n­en hinein­raste. Ein­er der bei­den Ver­let­zten liegt auf der Inten­sivs­ta­tion im Elster­w­er­daer Kranken­haus. Weit­ere Per­so­n­en tru­gen Ver­let­zun­gen davon, unter anderem eine Bein­frak­tur, Schädel­hirn­trau­ma und Prel­lun­gen. Die Polizei war bere­its eine Vier­tel­stunde nach ihrer Alarmierung vor Ort und ver­suchte der Lage Herr zu wer­den. Angesichts der Schwere der Auss­chre­itun­gen und der Ver­let­zun­gen ermit­telt die Staat­san­waltschaft Cot­tbus wegen schw­erem Land­friedens­bruch. Im Laufe des gestri­gen Tages kam es zu mehreren Fes­t­nah­men und Ver­hören. Die Ermit­tlun­gen der Kripo Herzberg dauern an.

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