24. Februar 2004 · Quelle: LR

Mit Schläuchen über die Neiße

Durch ihre pol­nis­chen Kol­le­gen wur­den Gubens Bun­des­gren­zschützer am Son­ntagabend um 19.15 Uhr informiert, dass ein pol­nis­ch­er Bürg­er als
mut­maßlich­er Schleuser in Höhe der Neißein­sel in Gubin fest­gestellt wor­den war.

Eine Streife des BGS begab sich daraufhin auf Guben­er Seite vor Ort und nahm über die Neiße Verbindung mit den pol­nis­chen Gren­zschützern auf.

Diese berichteten von zwei Per­so­n­en, die soeben auf Lkw-Schläuchen die Neiße von Polen nach Deutsch­land über­quert hät­ten. Unmit­tel­bar danach erfol­gte in der Alten Post­straße die Fes­t­nahme von zwei ukrainis­chen Frauen, die in
Rich­tung Bahn­hof liefen. Bei der Kon­trolle legten sie ukrainis­che Reisepässe, nicht aber die notwendi­ge Aufen­thalts­genehmi­gung vor.

Bei der weit­eren Unter­suchung des Ufer­bere­ich­es wur­den zwei weit­ere Frauen aus der Ukraine fest­gestellt, die sich ver­steckt hat­ten. Auch sie besaßen keine Aufen­thalts­genehmi­gung.

Bei der näheren Prü­fung der Pässe stell­ten die Beamten schließlich fest, dass diese gefälscht waren. Wegen des Ver­dachts der uner­laubten Ein­reise und der Urkun­den­fälschung wur­den die Frauen zur Dien­st­stelle mitgenom­men. Neben den weit­eren Ermit­tlun­gen zur Ein­schleusung wurde auch die krim­inal­tech­nis­che Unter­suchung der Pässe ver­an­lasst.

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