24. Februar 2004 · Quelle: MOZ

Datenschutzbeauftragter Alexander Dix will nicht verlängern

Pots­dam (dpa) Der Daten­schutzbeauf­tragte Bran­den­burgs, Alexan­der Dix, ste­ht nicht für eine zweite Amt­szeit zur Ver­fü­gung. “Meine sech­sjährige Amt­szeit läuft Ende Mai aus. Ich stelle mich nicht zur Wieder­wahl”, sagte Dix am
Mon­tag. Der 53-jährige Jurist nan­nte dafür auss­chließlich per­sön­liche Gründe — seine Frau sei in Nord­deutsch­land beruf­stätig. Er lebe seit zwei Jahren in ein­er Woch­enen­de­he; diesen Zus­tand wolle er been­den und eben­falls
im Nor­den arbeit­en. Seine kün­ftige Tätigkeit sei noch offen, er wolle aber weit­er im Daten­schutz bleiben, sagte Dix.

Von 1985 an war er Ref­er­ent beim Berlin­er Daten­schutz-Beauf­tragten und von 1990 an dessen Stel­lvertreter gewe­sen, bis er 1998 nach Bran­den­burg ging. Dix wurde 1951 im hes­sis­chen Bad Hom­burg geboren. Von 1969 bis 1977
studierte er Rechtswis­senschaften in Bochum, Ham­burg und Lon­don.

“Ich schei­de keineswegs im Zorn”, sagte Dix, der ein pos­i­tives Faz­it für seine Ägide in Bran­den­burg zog. “In der Ver­wal­tung ist in der Zeit das Prob­lem­be­wusst­sein für Daten­schutz und Trans­parenz gestiegen; die Bürg­er
nehmen ihre Rechte stärk­er wahr”, erläuterte er.

Die Wahl von Dix zum Lan­des­beauf­tragten für den Daten­schutz im Früh­jahr 1998 im Bran­den­burg­er Land­tag war von einem Eklat begleit­et gewe­sen. Die Oppo­si­tions­frak­tio­nen von PDS und CDU hat­ten die geheime Abstim­mung boykot­tiert. Das SPD-Mit­glied Dix wurde daher nur mit den Stim­men der damals
allein regieren­den SPD gewählt. Die Stelle des Lan­des­beauf­tragten ist bere­its aus­geschrieben. Sie soll zum 1. Juni neu beset­zt wer­den.

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