3. Juni 2004 · Quelle: MAZ

Mutig Gesicht zeigen

Mit­glieder der Ini­tia­tive “Gesicht zeigen” bere­it­en für Dien­stag, 8. Juni, die Ausstel­lung von Irmela Schramm mit dem Titel “Hass fotografiert und
ver­nichtet” in der Pritzwalk­er Niko­lai-Kirche vor. Sie laden außer­dem
während des Stadt­festes am Sonnabend, 12. Juni, zum “Interkul­turellen
Fes­ti­val Melt­ing Pot” am evan­ge­lis­chen Gotte­shaus ein. Über den Stand der
Vor­bere­itun­gen zum Pro­gramm sprachen die Organ­isatoren am Dien­stagabend in
der Grün­straße 26.

Maler­meis­ter Jür­gen Kuh­nt und SPD-Stadtverord­neter Sieg­bert Win­ter span­nten
noch am Abend 40 laufende Meter Stahl­seil im Ein­gangs­bere­ich der Kirche und
bracht­en Lam­p­en an. Hier sollen 32 Fotos aus dem 7000 Bilder umfassenden
Fun­dus von Irmela Schramm aufge­hängt wer­den. Die Frau doku­men­tiert und
ent­fer­nt seit 18 Jahren Hass- und Het­zschmier­ereien, auf die sie im
alltäglichen Leben stößt.

Eröffnet wird die Expo­si­tion am 8. Juni um 17 Uhr mit dem CD-Titel “Die
couragierte Frau” von Gerd Schöne, den der Lie­der­ma­ch­er Irmela Schramm
gewid­met hat. Die Bilder wer­den dann bis zum 18. Juni werk­tags von 10 bis 12
und 15 bis 18 Uhr in der evan­ge­lis­chen Kirche gezeigt. Auf den verteil­ten
Ein­ladun­gen lassen Mit­glieder der Ini­tia­tive “Gesicht zeigen” Irmela Schramm
selb­st zu Wort kom­men: “Diese Ausstel­lung muss in erster Lin­ie betrof­fen
machen, denn Betrof­fen­heit erzeugt auch die Erken­nt­nis, dass man han­deln
muss.”

Das “Interkul­turelle Fes­ti­val Melt­ing Pot” wird am Sam­stag, 12. Juni, um 17
Uhr ges­tartet und etwa bis 1 Uhr dauern. Gym­nasi­as­ten des Kun­stkurs­es der
12. Jahrgangsstufe ent­war­fen Plakate, die zu diesem Ereig­nis ein­laden. Eine
Pritzwalk­er Druck­erei vervielfältigte diese kosten­los, damit sie in der
Stadt aus­ge­hangen wer­den kön­nen.

Zum Pro­gramm wer­den Kung-Fu-Vor­führun­gen und Feuer-Show gehören.
Märch­en­erzäh­lerin Renate Groe­newe­gen (Knubbelkrud) aus Horst bei Wolf­sha­gen
hat bere­its ihr Kom­men zuge­sagt. Vier oder fünf Bands möcht­en sich am
“Melt­ing Pot” beteili­gen. Asyl­be­wer­ber haben kleine musikalis­che
Dar­bi­etun­gen angekündigt. Trom­mel-Ses­sion und Bauch­tanzkurs wer­den das
Pro­gramm abrun­den.

Es werde aber auch eine “offene Bühne” geben, hieß es in der Zusam­menkun­ft
am Dien­stagabend, auf der Men­schen aus dem Pub­likum mit kul­turellen
Beiträ­gen auftreten kön­nen.

Wer Inter­esse hat, mitzuwirken, oder ein­fach nur mehr zu Ausstel­lung und zum
interkul­turellen Fes­ti­val erfahren möchte, kann sich an Chady Seu­bert in
Hasen­winkel (Stadt Pritzwalk) wen­den, 03395/31 01 69.

Das näch­ste Tre­f­fen der Fes­ti­val­or­gan­isatoren ist am Don­ner­stag, 10. Juni,
um 20 Uhr in der Pritzwalk­er Grün­straße 26 vorge­se­hen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Cot­tbus — Was wird uns von 2019 in Erin­nerung bleiben? Für den Jahres­rück­blick befra­gen wir zivilge­sellschaftliche Ini­tia­tiv­en über die Sit­u­a­tion in ihrem Bun­des­land. Heute: Bran­den­burg mit dem Opfer­per­spek­tive e.V.
In Rod­dan führten Neon­azis im Geheimen ein Konz­ert durch. Grund: ein Lie­der­ma­ch­er mit indiziert­er Musik trat auf. Das Bran­den­burg­er Innen­min­is­teri­um erfuhr davon erst hin­ter­her, wie es jet­zt auf par­la­men­tarische Anfrage bekan­nt wurde.
Neu­rup­pin — Gestern wurde der bekan­nte Neon­azi Sandy L. vor dem Landgericht Neu­rup­pin wegen mehrerer rechter Gewalt­tat­en zu ein­er Haft­strafe von 2 Jahren und 4 Monat­en verurteilt. Der Mitangeklagte Raiko K. erhielt eine Frei­heit­strafe von 9 Monat­en,

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot