8. April 2010 · Quelle: de.indymedia.org

Nazi Angriff auf linkes Wohnprojekt in Perleberg

Am Sam­stag Abend, den 03.04.2010 gegen stürmten drei mit Hol­zlat­ten bewaffnete Per­so­n­en in ein alter­na­tives Wohn­pro­jekt in Per­leberg (Prig­nitz).

Am Sam­stag Abend, den 03.04.2010 stürmten drei mit Hol­zlat­ten bewaffnete Per­so­n­en in ein alter­na­tives Wohn­pro­jekt in Per­leberg (Prig­nitz).
Sie ran­nten ziel­stre­big in den Gemein­schaft­sraum, in dem sich zwei Men­schen befan­den.

Sofort fin­gen die Nazis an, mit ihren prä­pari­erten Waf­fen (in das Holz waren Schrauben
gedreht wor­den) auf die Bei­den einzuschla­gen.
Eine der Bei­den flüchtete in die Küche im Erdgeschoss und sprang dort aus dem Fen­ster, um zu entkom­men.
Zwei der Angreifer fol­gten ihr und began­nen dann in der Küche zu ran­dalieren.
Der andere Men­sch kon­nte schw­er ver­let­zt eben­falls aus dem Fen­ster zu ein­er benach­barten Tankstelle fliehen.

Die Angreifer flüchteten mit Autos.

Die Schläger waren wed­er ver­mummt, noch tru­gen sie Hand­schuhe. Offen­sichtlich befürchteten sie kein­er­lei Nach­spiel für diesen bru­tal­en Über­fall.

Der Polizei liegen bis jet­zt jedoch wie zu ver­muten kein­er­lei Hin­weise auf eine recht­sradikale Moti­va­tion vor. Damit Beweisen die offiziellen Behör­den wieder ein­mal, dass sie auf dem recht­en Auge blind sind.

Hier der Artikel in der Lokalzeitung:

Prig­nitzer: http://www.prignitzer.de/nachrichten/home/top-thema/article//einfach-drauf-losgepruegelt.html

MAZ: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11769591/63579/Perleberg-Holzlattenattacke-in-Wohnung.html

Dies ist kein Einzelfall: Die ein­deutig recht­en Angriffe häufen sich, nicht nur in großen Städten.
Der schein­bar geplante Über­fall macht deut­lich,
dass sich Nazis in der Prig­nitz sich­er fühlen und das Risiko der Repres­salien offen­bar sehr ger­ing ist.

Auf dem Land haben Rechte zu viele Möglichkeit­en zu agieren,
da es kaum Präsenz link­er Grup­pen gibt.
Auf­grund der fehlen­den Aufk­lärung kön­nen sie ungestört vor Schul­höfen, auf dem Mark­t­platz oder auf Dorffesten ihre men­schen­ver­ach­t­en­den Ide­olo­gien ver­bre­it­en und immer wieder bru­tal Men­schen angreifen, die nicht in ihr beschränk­tes Bild passen.

Organ­isiert euch!

Hal­tet Augen und Ohren offen!

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