2. Juli 2011 · Quelle: Oireszene

Nazi-Hiphop aus Potsdam

Bandprojekt „Natürlich“ hat erstes Album veröffentlicht

Seit einiger Zeit gibt es Pots­dam (Bran­den­burg) ein NS-Hip Hop Pro­jekt mit dem Namen „Natür­lich“. Dieses Seit­en­pro­jekt der Pots­damer Naz­iband „Cyn­ic“ (Siehe: Neon­azis­tisch-musikalis­ches Treiben in Pots­dam) hat ger­ade auf dem säch­sis­chen Nazi­l­abel PC Records“ unter dem Titel „Lebe jeden Tag“ ihr erstes Album veröf­fentlicht. Auf der Mini-LP befind­en sich ins­ge­samt 5 Stücke mit zum Teil ein­deutig nation­al­sozial­is­tis­chen Inhal­ten. Ein paar Tex­tauszüge aus den Songs bele­gen dies ein­deutig:

Gle­ich im ersten Song „Setz Dich zur Wehr“ wird ein­deutig neon­azis­tisch Stel­lung bezo­gen – dort heisst es u.a.:

Hey wir sind Natür­lich und wir sind neu in dein­er Stadt. Und wir haben dir und deinen Leuten eine Botschaft mit­ge­bracht. Jet­zt dreh den Regler auf damit sie aus den Box­en knallt und deine ganze schöne Stadt beschallt.

Nationaler Sozial­is­mus jet­zt jet­zt jet­zt! Auf die Straße deutsches Volk denn es geht dir schlecht. Und sieh nicht zu, denn exem­plar­isch sind ihre Tat­en. Setz dich zur Wehr gegen die Demokrat­en, die dich benutzen jeden Tag willst du weit­er weg sehen? Dann wirst du sehen wie wir unterge­hen. Es wird Zeit, dass man sich wider­set­zt. Nationaler Sozial­is­mus jet­zt jet­zt jet­zt!“

Im drit­ten Lied „Keine Gerechtigkeit“ wird ein­mal mehr ver­sucht, den Tod von Kevin in Stol­berg poli­tisch zu instru­men­tal­isieren. Das es in Wahrheit die deutschen Neon­azis sind, die bere­its über 150 Men­schen seit der Wiedervere­ini­gung aus niederen Beweg­grün­den ermordet haben, scheint die Pots­damer Nazi­rap­per nicht zu irri­tieren.

Im let­zten Lied „Schu, Schu…“ wird u.a. besun­gen, dass die Organ­isatoren von Nazikonz­erten schon öfter mal Ärg­er bei ihren Konz­erten mit der Staats­macht hat­ten: „Und jet­zt woll­test du auch mal ein Konz­ert organ­isieren, wun­der­st dich, dass die Bullen rein marschieren. Es mussten ja die ganzen krassen Bands sein, die ganz viele böse Wörter schrein. Und einen Fly­er fürs Inter­net hast du gemacht, damit viele kom­men hast du dir gedacht. Doch der Feind liest mit, das war dir nicht bewusst und er kam vor­bei und er machte schluß.“ Schön­er wäre es natür­lich, wenn antifaschis­tis­che Struk­turen in Pots­dam dem neon­azis­tis­chen Treiben dieser ekel­haften Band als­bald ein Ende bere­it­en wür­den.

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