7. April 2007 · Quelle: AK Antifa Potsdam

Naziangriff im Waschhaus Potsdam

In der Nacht vom 4. auf den 5. April, kam es in der Schinkel­halle im Potsdamer
Waschhaus zum wieder­holten Male zu einem Naz­iüber­griff. Dabei wurde ein Jugendlicher
schw­er ver­let­zt und befind­et sich zur Zeit in sta­tionär­er Behand­lung im Krankenhaus.

Kurz vor 4.00 Uhr sprach Tyler W.* einen Gast, der sich zuvor neben ihn set­zte, auf
sein T- Shirt an. Dieses war auf der Vorder­seite mit dem Logo der Naziband
“Frontalkraft” bedruckt. Auf der Rück­seite prangte der Spruch “Schwarz ist die
Nacht, in der wir euch kriegen — Weiß sind die Män­ner, die für Deutsch­land siegen -
Rot ist das Blut auf dem Asphalt” sowie einem Maschinengewehr. (

Nach einem kurzen Wortwech­sel schlug der offensichtlich
recht­sradikale junge Mann Tyler ohne Vor­war­nung ins Gesicht. Daraufhin ging der
Jugendliche ohne Gegen­wehr sofort zu Boden, was den Täter nicht davon abhielt ihn
weit­er zu mal­trätieren. Es fol­gten weit­ere gezielte Faustschläge ins Gesicht.
Anwe­sende Par­tygäste ver­sucht­en den Täter davon abzuhal­ten, was ihnen nur mit Mühe
gelang.

Zur Zeit wird Tyler sta­tionär behan­delt, da er einen offe­nen Nasen­bein­bruch mit
ein­er 2 cm großen Platzwunde erlitt, sowie ein Schädel-Hirn-Trau­ma, eine
Kiefer­prel­lung und mehrere Hämatome.

An einem Ver­anstal­tung­sort, an dem das Secu­ri­ty-Team regelmäßig Klei­dung von Thor
Steinar trägt, muss man sich über einen der­ar­ti­gen Vor­fall nicht wirk­lich wundern.
Hin­ter dieser Marke steckt ein­deutig recht­sex­tremes Gedankengut, fol­glich fühlen
sich Gäste mit gle­ich­er Gesin­nung dort wohl. In ein­er der­ar­ti­gen Umge­bung kann es
nie­man­den erstaunen, wenn es zu recht­sex­tremen Über­grif­f­en kommt. 

Dazu sagt Alis­sa vom ak_antifa Pots­dam: “Wir fordern das Waschhaus auf, endlich mit
dem Prob­lem recht­sex­tremer BesucherIn­nen offen­siv umzuge­hen und solchen Personen
keinen Zutritt mehr zu gewähren. Dies umzuset­zen, dürfte ihnen allerd­ings mit den
jet­zi­gen Türste­hern schw­er fallen.” 

* Name zum Schutz des Geschädigten geändert

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