16. August 2004 · Quelle: LR

Naziparolen und Hakenkreuze

Kah­n­fährmän­ner und Gäste der Kreis­stadt wer­den sich seit eini­gen Tagen
ver­wun­dert gefragt haben, was in Lübben los ist. Seit dem vergangenen
Woch­enende sind an vie­len Stellen in der Stadt Nazi­parolen in Leuchtschrift
und Aufk­le­ber aufgetaucht. 

Der Sach­schaden, so die Lübben­er Krim­i­nalpolizei, die die Vorfälle
unter­sucht, sei erhe­blich. Das deshalb, weil sich beispiel­sweise die
Aufk­le­ber mit Parolen zum Kriegsver­brech­er Rudolf Heß nur schw­er von
Verkehrss­childern, Ampeln und Bushal­testellen lösen ließen und diese dabei
zer­stören sollen, wie Krim­i­nal­haup­tkom­mis­sar Heinz Radan gestern sagte.
Schw­er­punk­te der Schmier­ereien und Aufk­le­ber seien die Bere­iche Am kleinen
Hain, Berlin­er Chaussee, Wet­tin­er Straße, NP-Markt-Park­platz und auch an
Brück­en über die Fließe. 

Es gebe Hin­weise, sagte Radan, dass die unbekan­nten Täter nachts unterwegs
waren. Tatzeit sollen das ver­gan­gene Woch­enende sowie die Nächte Mittwoch
und Don­ner­stag gewe­sen sein. Bish­er, so Radan, gebe es einen Zeu­gen. Der
Lübben­er sei zu nächtlich­er Stunde mit seinem Hund unter­wegs gewe­sen und
habe zwei verdächtige junge Män­ner beobachtet. 

Bei dem einen soll es sich um einen etwa 18 Jahre alten Mann han­deln. Er
wird auf 1,70 Meter geschätzt, soll kurze blonde Haare haben und zur Tatzeit
eine dun­kle Jog­ging­hose mit weißen Seit­en­streifen sowie ein graues T‑Shirt
getra­gen haben. Bei dem zweit­en Tatverdächti­gen han­dle es sich um einen etwa
22-jähri­gen Mann. Dessen Größe werde auf 1,80 bis 1,85 Meter geschätzt. Er
sei von kräftiger Gestalt und habe einen sicht­baren Bauchansatz. Bekleidet
sei er mit ein­er dun­klen, dreiviertel­lan­gen Hose gewe­sen. Dem Zeu­gen sei ein
«feistes Gesicht» aufge­fall­en, sagte Radan. Auch dieser Mann habe kurze,
blonde Haare in Form eines Igelschnitts gehabt. 

Um die Schmier­er dingfest zu machen, hofft die Polizei auf Bürgerhinweise.
Wer etwas gese­hen hat, kann sich an die Polizei­di­en­st­stelle in Lübben (Tel.
03546/770 — auch anonym) wenden.

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