5. Dezember 2003 · Quelle: Antifanews Westhavelland / MAZ

Nazis in Rathenow wieder aktiv

Nach­dem es nach den diesjähri­gen „Rudolf Hess Aktionswochen“ im August wieder etwas ruhiger um die Naziszener­ie in Rathenow und Umge­bung gewor­den war,
wer­den seit Ende Novem­ber wieder ver­stärkt Aktiv­itäten wahrgenommen. 

So wurde in der Woche zwis­chen dem Volk­strauertag („Heldenge­denk­tag“) und Toten­son­ntag ein Blu­menge­binde zu Ehren der deutschen Wehrma­cht auf dem Sol­daten­fried­hof auf dem Rathenow­er Wein­berg niedergelegt. 

In der Nacht vor Toten­son­ntag sowie an den fol­gen­den zwei Woch­enen­den wur­den weit­er­hin min­destens 54 Aufk­le­ber mit der Auf­schrift „Rudolf Hess von Besatzern ermordet“ sowie „Nation­al­is­ten gegen Dro­gen“ im Stadt­ge­bi­et von Rathenow entfernt. 

Bish­eriger Höhep­unkt recht­sex­tremer Aktiv­itäten war die Ran­dale von drei Recht­sex­trem­is­ten in der Goethes­traße. Sie war­fen am gestri­gen Don­ner­stag, gegen 3.30 Uhr mor­gens mit einem Fahrrad­stän­der die Schaufen­ster des von Kurden
betriebe­nen „Men­do­grill“ ein. Weit­er­hin beschädigten sie ein vor dem benach­barten AJZ gepark­ten PKW in dem sie die Scheiben­wis­ch­er ver­bo­gen und das Num­mer­schild abris­sen. Eben­so wur­den auch einiger Schilder vom Hofein­gang des AJZ
gle­ich mitabgerissen. 

Doch glaubt men­sch den Ansagen ver­schieden­er Jung­nazis ste­ht Rathenow noch ein größeres Übel erst noch bevor, denn ange­blich sei für das erste Jan­u­ar­woch­enende 2004 hier ein Nazi­auf­marsch geplant. Aber hierzu ist wie gesagt bis
auf die mündlichen Über­liefer­un­gen nichts näheres bekannt.
Stattdessen wurde in einem Artikel der MAZ unlängst bekan­nt, das die rechte Szene ihren Gara­gen­tr­e­ff­punkt in der Kleinen Walde­marstraße weit­er aus­baue. Da auch ein Ofen einge­baut wurde, fragte ein besorgter Bürg­er bei der Stadt
an, ob dies wegen der Brand­schutzge­fahr recht­ens sei. Ein Stadt­sprech­er sagte dazu, das die Angele­gen­heit bekan­nt sei und bere­its mit dem Bauamt in Eigen­tums – und Genehmi­gungs­fra­gen ver­han­delt werde. 

ANTIFANEWS WESTHAVELLAND

Wilde Park­er, los­es Laub – Aller­hand Ärg­er im Stadtgebiet

(MAZ Sor­gen­tele­fon, 4.12.03) RATHENOW (..) Eine Sache des Ord­nungsamtes ist der Gara­genkom­plex an der
Kleinen Walde­marstraße. Wie ein Anrufer mit­teilte, habe die rechte Szene in zwei dieser Gara­gen ein Heim­statt gefun­den. Unter anderem werde dort ein Ofen betrieben. Ob das wegen der Brandge­fahr zuläs­sig sei, wollte der Herr wissen.
Ziete­mann [Sprech­er der Stadt Rathenow; die Autoren] sagte, dass die Stadt sich bere­its mit der Angele­gen­heit beschäftige. Derzeit werde über Eigentums –
und Genehmi­gungs­fra­gen mit dem Bauord­nungsamt verhandelt.(..)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Sam­stag, 10.07.21, 14:00 Uhr, Oranien­burg: Dieses Jahr jährt sich der Todestag von Erich Müh­sam zum 87ten Mal. Er wurde 1934 im KZ Oranien­burg von Faschis­ten grausam gefoltert und ermordet.
Gün­ter Morsch Gün­ter Morsch und der Kampf gegen den Recht­sex­trem­is­mus: Der His­torik­er hat die Gedenkstätte und Muse­um Sach­sen­hausen geleitet.
In Bies­dorf begin­nt der Zeltauf­bau, bewacht von “Ger­man Secu­ri­ty” aus Falkensee. Verbindung zu OK und Neon­aziszene, insb. zur mil­i­tan­ten Brud­er­schaft “Ham­mer­skins”, die auch den NSU unterstützte. 

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot