25. September 2006 · Quelle: Inforiot

Nazis stören SPD-Veranstaltung in Erkner

Am ver­gan­genen Don­ner­stag störten Nazis von der NPD eine Gespräch­srunde der SPD im Bil­dungszen­trum Erkn­er. Während ein­er Ansprache des SPD Gen­er­alsekretärs Huber­tus Heil wurde ein Trans­par­ent mit der Auf­schrift “Wer hat uns ver­rat­en? Sozialdemokrat­en!” mit einem Logo der NPD entrollt. Während der Ver­anstal­tung wur­den zwei Fra­gen der Nazis zuge­lassen. Eine der Fra­gen bezog sich auf Äußerun­gen Heils, der die NPD Nazis mit den “Roll- und Schlägertrup­ps” der SA ver­glichen hat­te. Bei der zweit­en Frage ging es um die Posion von Wal­ter Stein­mey­er in der Affäre um Gefan­gen­flüge des CIA

Die Aktion in Erkn­er ist nicht die einzige Pro­voka­tion dieser Art. In Storkow, welch­es eben­falls zum SPD-Unter­bezirk Oder-Spree gehört, wurde bere­its im ver­gan­genen Jahr das SPD Bürg­er­fo­rum gestört. Die Nazis gehen dabei nicht immer gewalt­tätig vor. In let­zter Zeit ist ver­mehrt zu beobacht­en, dass Nazis offen­siv auf Diskus­sionsver­anstal­tun­gen auftreten und mit­disku­tieren, sie selb­st beze­ich­nen dies als “Worter­grei­fungsstrate­gie”. Ziel ist es Präsenz zu zeigen und poli­tis­che Geg­n­er einzuschüchtern. Wie die SPD reagieren wird, ist bish­er noch unklar. Jörg Skibba,
Unter­bezirks­geschäfts­führer der SPD Oder-Spree sagte dazu: “Es wird eine Reak­tion auf die Vor­fälle geben.” Wie diese aussieht, wird zur Zeit noch intern disku­tiert, Skib­ha wollte sich noch nicht über Einzel­heit­en äußern. Die NPD gilt im Land­kreis als äußerst stark. Mit Klaus und Lars Bey­er sitzen zwei NPD-Kad­er im Kreistag. Klaus Bey­er ist zudem Bun­de­spress­esprech­er der NPD und Mit­glied im Parteivor­stand. Die Aktion in Erkn­er war von ihm ini­ti­iert. Ein­er der Nazis vor Ort war Mike Sandow aus Biesen­thal bei Bernau, der als Boden­leger zusam­men mit Thomas Link ein Geschäft in der August Bebel Straße 28 betreibt und als Beauf­tragter der NPD für den Kreis Barn­im fungiert. 

Ver­gan­genen Fre­itag verteil­ten Nazis vor dem Ober­stufen­zen­trum in Fürsten­walde NPD-Fly­er und die NPD-Schul­hof CD. Die Kad­er waren alle wegen ein­schlägiger Delik­te wir Volksver­het­zung und Kör­per­ver­let­zung polizeibekan­nt. ([infori­ot] berichtete) 

Die Häu­fung von Nazi-Aktio­nen in der Region zeigt, dass es höch­ste Zeit ist antifaschis­tis­che Gegen­mo­bil­isierung zu betreiben. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Die Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt ist Teil des Alter­na­tiv­en Jugend­pro­jek­tes 1260 e.V.. Wir sind seit vie­len Jahren in der Region aktiv und haben gestern unsere Chronik rechter Vor­fälle in Märkisch-Oder­land veröffentlicht.
8. Mai 1945 — Gedenken in Biesen­thal. Aufruf und Ein­ladung zur Fahrrad­tour ent­lang der Gedenkste­len. Los geht’s am 8. Mai 2021 um 15 Uhr am Bahn­hof Biesenthal
Seit Ende 2020 nehmen die Aktiv­itäten des III. Weges in Märkisch-Oder­land zu. Schw­er­punkt bildet dabei die Stadt Bad Freienwalde.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot