19. April 2004 · Quelle: Berliner Zeitung / TAZ / RBB

Neonazis spielten im Wald Krieg

(Berlin­er Zeitung, Andreas Kopi­etz) Der Berlin­er Polizei ist ein Schlag gegen organ­isierte Neon­azis gelun­gen. Ein Spezialein­satzkom­man­do (SEK) nahm gestern gegen drei Uhr in einem Wald bei Finow­furt (Barn­im) fünf Män­ner fest, die sich zu Wehrsportübun­gen getrof­fen haben sollen. Laut Polizei legten sie stab­smäßig Unter­stände und Lager­feuer an und baut­en Zelte auf. “Die Inten­tion der Leute ging über pures Trinken und Zusam­men­sitzen am Feuer hin­aus”, sagte der stel­lvertre­tende Staatss­chutz-Leit­er, Klaus Gäth gestern. In paramil­itärisch­er Manier hät­ten sie unter anderem Belas­tungsmärsche mit Gepäck absolviert.

Die Festgenomme­nen sind zwis­chen 26 und 48 Jahre alt, stam­men aus Weißensee, Pankow und Bran­den­burg und nan­nten sich “Kam­er­ad­schaft Nord­land”. Gle­ichzeit­ig gehören einige der Festgenomme­nen zum Umfeld der “Ari­oger­man­is­chen Kampfge­mein­schaft Van­dalen”, einem Rock­er-Club aus dem Ost­teil Berlins.

Am Mor­gen durch­sucht­en dann Polizis­ten 15 Woh­nun­gen, davon 13 in Berlin und zwei in Bran­den­burg. Sie beschlagnahmten Kennze­ichen ver­fas­sungswidriger Organ­i­sa­tio­nen, Hieb- und Stich­waf­fen, Gaspis­tolen und einen Sprengkör­p­er. “Er fällt auf jeden Fall unter das Sprengstof­fge­setz, wird aber noch unter­sucht”, sagte Klaus Gäth. Bei der Razz­ia nahm die Polizei zwei weit­ere Män­ner fest. Ein­er von ihnen gehört zum Umfeld der Neon­azi-Band “Spreegeschwad­er”.

“Sturz des Sys­tems” beab­sichtigt?

(TAZ) BERLIN ap Nach monate­lan­gen Ermit­tlun­gen hat die Polizei am Son­ntag in Berlin und Bran­den­burg sieben mut­maßliche Recht­sex­trem­is­ten ein­er Wehrsport­gruppe festgenom­men. Zudem wur­den bei Durch­suchun­gen in 15 Häusern Kennze­ichen ver­fas­sungswidriger Organ­i­sa­tio­nen sowie Hieb‑, Stich- und Gaswaf­fen und Sprengstoff beschlagnahmt, wie die Berlin­er Polizei mit­teilte. Die recht­sex­treme Kam­er­ad­schaft habe den “Sturz des Sys­tems” beab­sichtigt. Anschlagspläne fand die Polizei aber nicht.

Am Woch­enende hat­ten sich laut der Mit­teilung fünf Mit­glieder der recht­sex­tremen Kam­er­ad­schaft in einem Wald bei Finow­furt in Bran­den­burg getrof­fen. Dort fand die Polizei “stab­smäßig” errichtete Unter­stände, Zelte und Lager­feuer. Die Neon­azis wur­den laut Polizeiangaben in der Nacht zum Son­ntag zuerst beobachtet, dann griff das Son­dere­in­satzkom­man­do zu und nahm fünf Män­ner im Alter von 26, 32, 36, 37 und 48 Jahren fest. Sie stam­men aus Berlin und Bran­den­burg. Bei den anschließen­den Durch­suchun­gen wur­den in Berlin zwei weit­ere Mit­glieder der Gruppe festgenom­men, heißt es weit­er. Alle Festgenomme­nen befan­den sich zunächst in Polizeige­wahrsam.

Schlag gegen Recht­sex­trem­is­ten in Berlin und Bran­den­burg

(RBB Text) Der Polizei ist ein Schlag gegen eine recht­sex­trem­istis­che Kam­er­ad­schaft in Berlin und Bran­den­burg gelun­gen.

Bei einem ille­galen Tre­f­fen in einem Wald­stück bei Finow­furt (Barn­im) seien in der Nacht zum Son­ntag fünf Män­ner im Alter von 26 bis 48 Jahren festgenom­men wor­den, teilte die Polizei mit. Die Män­ner hat­ten dort Unter­stände und Zelte errichtet.

Die krim­inelle Vere­ini­gung habe so genan­nte Wehrsportak­tiv­itäten betrieben, teilte eine Polzeis­precherin mit. Anliegen der Recht­sex­trem­is­ten sei der “Sturz des Sys­tems” gewe­sen. Anschläge waren nach Erken­nt­nis­sen der Ermit­tler nicht geplant, fügte die Sprecherin hinzu.

In Berlin waren zudem 13 Woh­nun­gen und Geschäfte und in Bran­den­burg zwei Woh­nun­gen durch­sucht wor­den. Dabei beschlagnahmte die Polizei Kennze­ichen ver­fas­sungswidriger Organ­i­sa­tio­nen, Hieb‑, Stich- und Gaswaf­fen sowie einen Sprengkör­p­er. Zwei Män­ner im Alter von 20 und 28 Jahren wur­den festgenom­men.

Die Män­ner aus dem Nor­dosten Berlins und aus Bran­den­burg waren län­gere Zeit vom Staatss­chutz überwacht wor­den, wie die Polizei weit­er mit­teilte.

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