23. Dezember 2009 · Quelle: Autonome Antifa Frankfurt (Oder)

Neonazis stören Punkkonzert im Kamea

Frankfurt (Oder) - Am Freitag, den 18.12.2009, fanden sich auch Neonazis unter den Gästen des Weihnachtspogos im Kamea

Unter den Besuch­ern des alljährlich in Frank­furt (Oder) stat­tfind­en­den Wei­h­nacht­s­po­gos am Fre­itag, den 18.12.2009, mis­cht­en sich zu später­er Stunde auch einige Hooli­gans des FFC Vic­to­ria ’91 e.V., darunter Chris­t­ian Bren­del, Chris­t­ian Riemer und Paul Pfeif­fer, welche in der Ver­gan­gen­heit als Neon­azis in Erschei­n­ung getreten waren (Antifaschis­tis­che Recherchegruppe berichtete, weit­ere Infos hier: http://recherchegruppe.blogsport.de/).

 

Als die Veranstalter_innen durch Antifaschist_innen auf diese aufmerk­sam gemacht wurde und sich die Nachricht unter dem Pub­likum des “Kamea” ver­bre­it­ete, betrat eine Besucherin die Bühne und appel­lierte die Veranstalter_innen, die Neon­azis der Ver­anstal­tung zu ver­weisen. Unter­stützt wurde sie in ihrer Forderung durch das Pub­likum, welch­es spon­tan “Nazis raus!” anstimmte.Es kam schließlich zu Hand­grei­flichkeit­en, als die Kamea-eigene Secu­ri­ty, die auch durch das Tra­gen der Neon­azi-Mode­marke “Thor Steinar” auffiel, besagte Besucherin der Bühne ver­weisen wollte. Nach­dem sich die Sit­u­a­tion etwas beruhigt hat­te, forderte ein Ver­anstal­ter die Neon­azis nun let­ztlich doch auf, die Ver­anstal­tung zu verlassen.

 

Nach­dem diese des Haus­es ver­wiesen wor­den waren, sam­melten sie sich vor der Dis­co und ver­sucht­en, erneut hineinzuge­lan­gen und Besucher_innen zu attack­ieren. Ver­hin­dert wurde dies durch eine Gruppe von etwa 50 Per­so­n­en, die als Reak­tion darauf eben­falls die Dis­co ver­ließ und sich den Nazis ent­ge­gen­stellte. Diese ver­ließen daraufhin fluchtar­tig das Gelände des Kamea.

 

Beson­ders das Ver­hal­ten der Secu­ri­ty am gestri­gen Abend ist zu kri­tisieren. Sie ver­hiel­ten sich der Sit­u­a­tion nicht angemessen, da sie nach Hin­weisen auf die unge­wollte Präsens von Neon­azis auf der Ver­anstal­tung nicht reagierte. Erst durch die Gefahr, dass die Sit­u­a­tion zu eskalieren dro­hte, als das Pub­likum darüber informiert wurde, und erst nach der Auf­forderung der Veranstalter_innen, die Hooli­gans des Haus­es zu ver­weisen, sahen sich die Türste­her zum Han­deln gezwungen.

Autonome Antifa Frank­furt (Oder)

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