2. Juli 2002 · Quelle: lausitzer rundschau

Protestrolle für den Bürgermeister

Zwei Jugendliche über­gaben Johannes Wohmann in der Stadtverord­neten­ver­samm­lung eine Prote­strolle. Darin wird kri­tisiert, dass der Bürg­er­meis­ter den Organ­isatoren der Les­BiS­chwulen-Tour einen Stand auf dem Mark­t­platz ver­wehrte. Ihm wird auch sein Fern­bleiben an der Ver­anstal­tung, die dann am Sänger­stadt-Gym­na­si­um stat­tfand, als intol­er­antes Ver­hal­ten vorge­wor­fen.

fin­ster­walde.

Die Aktion sei auf dem Mark­t­platz nicht unter­sagt wor­den, ent­geg­nete Wohmann, er habe den Organ­isatoren mit­geteilt, dass der Platz wegen des Wochen­mark­tes und der Baugerüste am Rathaus nicht zur Ver­fü­gung ste­he, meinte Wohmann ­ und weit­er: “Es gehört nicht zu den Pflich­tauf­gaben eines Bürg­er­meis­ters, sich an Demos zu beteili­gen. ” Der Bürg­er­meis­ter entschei­de selb­st, inwiefern er sich mit dem Anliegen iden­ti­fiziere. Wohmann habe “Ver­ständ­nis für das Anliegen, bin damit aber nicht so ver­bun­den, dass ich daran teil­nehme. Bitte tolerieren Sie das auch ” , meinte er. Als eine “ent­täuschende Reak­tion ” beze­ich­nete Mike Prach, der Frak­tionsvor­sitzende der Unab­hängi­gen Wäh­ler­mein­schaft, die Äußerun­gen des Bürg­er­meis­ters. Für die Stadt hat­te Stadtverord­neten­vorste­her Andreas Holfeld die Regen­bo­gen­fahne vor der Schule gehisst und fand es nor­mal, “dass man einen solchen Ter­min öffentlich wahrnehmen sollte ” . Die städtis­che Gle­ich­stel­lungs­beauf­tragte nahm auch teil, lehnte allerd­ings jeden Kom­men­tar dazu ab ­ “ich habe mit dem The­ma ja nichts zu tun ” , meinte sie gegenüber LR.

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