1. September 2013 · Quelle: Ziel und Kurs Cottbus

Rassismus tötet

Cottbus: Ein Licht der Mahnung

In der Nacht vom 30. zum 31. August haben wir in Cot­tbus mit Kerzen jene Stellen unüberse­hbar erhellt, an denen zwis­chen dem 29. und 31. 08. 1992 ein Flüchtling­sheim in Brand geset­zt wer­den sollte. Die Lichter waren zahlre­ich, denn jedes einzelne galt dem Gedenken an einen Men­schen, der in der BRD von Ras­sis­ten ermordet wurde.

Aus Protest­grup­pen ähn­lich denen ger­ade in Hellers­dorf, bilde­ten sich in den frühen Neun­zigern die skru­pel­losen Mobs, die ver­sucht­en hun­derte Men­schen in den Feuer­tod zu treiben oder zu erschla­gen. Wie auch in Hoy­er­swer­da und Ros­tock organ­isierten in Cot­tbus Neon­azis Waf­fen und Ben­zin, leit­eten die Angriffe ein und ern­teten Applaus. In den Nächt­en vom 29. bis zum 31. August 1992 ver­sucht­en mehrere hun­dert Nazis die Wohn­blöcke des Sach­sendor­fer Asyl­be­wer­ber­heims mit Molo­tow-Cock­tails in Brand zu set­zen und ihre etwa 1000 Bewohn­er in den Feuer­tod zu treiben. Für den Mord auf der Straße hat­ten sie sich mit Messern, Base­ballschlägern und Steinen bewaffnet. Nur der Ein­satz von Feuer­wehr und 300 Polizeibeamten kon­nte schließlich ein Blut­bad ver­hin­dern und die Angreifer zum langsamen Rück­zug zwin­gen.
Das ist die grausame Wahrheit. Auch in Cot­tbus hat sich gezeigt, zu welchen Tat­en die Neon­azis wirk­lich bere­it sind, wenn sie den Wind ein­er frem­den­feindlichen Grund­stim­mung im Rück­en spüren. Sie woll­ten Men­schen ver­bren­nen und erschla­gen. Nach der Mord­serie des NSU braucht auch nie­mand mehr behaupten, dass dies ein isoliertes Prob­lem der Neun­ziger war. Wir erin­nern in Cot­tbus an den Pogromver­such deutsch­er Neon­azis und an all die Men­schen, die von Ras­sistIn­nen ermorde­tet wur­den. Wir lassen die Geschehnisse des August 1992 nicht in Vergessen­heit ger­at­en.
Wir set­zen in Cot­tbus auch ein Licht der Mah­nung, das hof­fentlich bis nach Berlin scheint.
Der ras­sis­tis­che Mob, der ger­ade in Marzahn Hellers­dorf aktiv wird, ste­ht wieder unter der Führung von organ­isierten Neonazis.Weder in Cot­tbus, noch Berlin oder ander­swo darf ihnen ein weit­er­er Anlauf zum Pogrom gelin­gen!
Unsere Sol­i­dar­ität gilt den Flüchtlin­gen und denen, die sich ger­ade in Marzahn Hellers­dorf für sie ein­set­zen.

Ras­sis­mus tötet!

Ziel und Kurs Cot­tbus

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