3. Juni 2016 · Quelle: Libertäre Aktion Frankfurt (Oder)

Rassistische Zustände bekämpfen! Solidarität statt Ausgrenzung!

Seit Jahren gibt es wieder eine steigende Anzahl von Men­schen, die auf­grund von Kriegen, Kli­mawan­del oder durch poli­tis­che und religiöse Ver­fol­gung ihre Wohnorte über­all auf der Welt ver­lassen müssen. Viele von ihnen sehen ihre Zukun­ft oder zumin­d­est einen Zuflucht­sort, in Europa – und einige auch hier in Deutsch­land. Tausende ster­ben jedes Jahr auf der Flucht, vor allem im Mit­telmeer und an anderen Außen­gren­zen Europas. Ger­ade Deutsch­land hat sich durch die soge­nan­nte Dritt-Staat­en-Regelung und die fak­tis­che Abschaf­fung des Asyl­rechts nach den Pogromen in den 90er Jahren stark abgeschot­tet. Deutsch­land als ein­er der größten Waf­fen­ex­por­teure der Welt trägt entschei­dend Ver­ant­wor­tung für bewaffnete Kon­flik­te in der Welt.
Die men­schen­feindliche Poli­tik der Regierun­gen der großen Indus­tri­es­taat­en, aber auch die ungerecht­en Pro­duk­tions­be­din­gun­gen, Eigen­tumsver­hält­nisse und die ungle­iche Verteilung des gesellschaftlichen Reich­tums, zer­stören somit die Zukun­ft von Mil­lio­nen von Men­schen. Flucht und Vertrei­bung sind nur ein Aus­druck davon. Auch wenn der oder die Einzelne daran vielle­icht erst ein­mal nicht viel ändern kann, kön­nen wir alle dieser Ungerechtigkeit unsere Sol­i­dar­ität ent­ge­gen­stellen. Men­sche­nun­würdi­ge Masse­nun­ter­bringun­gen in Turn‑, Fab­rik- und Lager­hallen sind trau­rige Real­ität der deutschen Flüchtlingspoli­tik. Stig­ma­tisierung geflüchteter Men­schen durch Medi­en, Poli­tik und Recht­spop­ulis­mus tra­gen ihren Teil dazu bei, dass Rassist*innen Het­z­jag­den auf ver­meintlich oder tat­säch­lich geflüchtete Men­schen organ­isieren.
 
Die jüng­sten Ereignisse in Frank­furt (O.) zeigen, wie sehr Ras­sis­mus und Frem­den­feindlichkeit in der deutschen Gesellschaft ver­ankert sind. Eine Gesellschaft, in der Het­z­jag­den auf geflüchtete Men­schen durch ver­meintliche Pas­san­ten bejubelt und beklatscht wer­den, ist nicht zu tolerieren. Lasst uns dieses Umfeld der Ablehnung und der Miss­gun­st bekämpfen. Hal­tet eure Augen und Ohren offen! Bei ras­sis­tis­chen Sprüchen, Anmachen oder Angrif­f­en ist es zwin­gend notwendig einzu­greifen und den Mund aufzu­machen.
 
Zeigt euch sol­i­darisch und heißt Geflüchtete willkom­men! Set­zt euch ein gegen Vorurteile und Ras­sis­mus! Kommt zur Kundge­bung des Bünd­nis Kein Ort für Nazis in Frank­furt Oder am Fre­itag den 03.06. um 16:30 am alten Kino/Haltestelle Zen­trum in der Heil­bron­ner Straße.

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