3. Juni 2016 · Quelle: Bündnis „Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)“

Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)“ ruft zu Kundgebung am 03.06.16 auf

Dazu erk­lärt der Press­esprech­er des Bünd­niss­es, Janek Las­sau: „In den let­zten Wochen ist es immer wieder zu ras­sis­tisch motivierten Über­grif­f­en in der Stadt gekom­men. Vor­fälle, wie der am Mon­tag ver­gan­gener Woche, haben es sog­ar in die über­re­gionale Berichter­stat­tung geschafft. Doch diese Aufmerk­samkeit hat in Frank­furt (Oder) bish­er nicht dazu beitra­gen, dass seit­ens der Stadt eine Antwort auf die Frage gefun­den wurde, wie diesem ras­sis­tis­chen Kli­ma eine Kul­tur der Men­schlichkeit und des Anti­ras­sis­mus‘ ent­ge­genge­set­zt wer­den kann.“
 
Solche Über­griffe wie in der ver­gan­genen Woche fall­en nicht ein­fach vom Him­mel, son­dern sind Aus­druck von All­t­agsras­sis­mus. Die aktuelle Poli­tik in Bezug auf Geflüchtete schafft einen geeigneten Hin­ter­grund, vor dem ras­sis­tis­che Gewalt entste­ht.
 
So erschreck­end dieser Angriff auch ist, spiegelt er doch den trau­ri­gen All­t­ag Frank­furts und Bran­den­burgs wieder, in dem sich Geflüchtete oft­mals wiederfind­en. Eben­so schock­iert es uns, dass Men­schen, welche Courage zeigen, ras­sis­tis­ch­er Het­ze wider­sprechen oder sich für Geflüchtete engagieren, Anfein­dun­gen und Angrif­f­en aus­ge­set­zt sind.
 
„Was Frank­furt jet­zt braucht, ist eine kon­se­quente anti­ras­sis­tis­che und sol­i­darische Gegenkul­tur. Wir dür­fen nicht hin­nehmen, dass Men­schen auf­grund ihres Ausse­hens als „anders“ und „min­der­w­er­tig“ markiert und deswe­gen belei­digt oder ange­grif­f­en wer­den.“, so Las­sau weit­er.
 
Wir, das Bünd­nis „Kein Ort für Nazis in Frank­furt (Oder)“, fordern eine aus­drück­liche und nach­haltige Unter­stützung jen­er, die sich für Geflüchtete und Betrof­fene rechter Gewalt ein­set­zen! Wenn wir men­schen­ver­ach­t­ende Stim­mung nicht als solche iden­ti­fizieren, kann sie sich ent­fal­ten und weit­er ver­schär­fen. Anti­ras­sis­tis­che und interkul­turelle Ini­tia­tiv­en bedür­fen Unter­stützung; Geflüchtete müssen ver­stärk­te Sol­i­dar­ität erfahren – denn oft sind sie es, die nach der Fluchter­fahrung hier unter Aus­gren­zung, Hass und Angst um ihre kör­per­liche Unversehrtheit fürcht­en müssen.
 
Eine demokratis­che Zivilge­sellschaft muss für ihre Werte ein­ste­hen und diese auf die Straße tra­gen. Wir laden daher alle Demokrat*innen ein, an der Kundge­bung am 03. Juni teilzunehmen, um Sol­i­dar­ität mit Geflüchteten und Betrof­fen­er rechter Gewalt zu zeigen.

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