28. Juli 2003 · Quelle: Opferperspektive

Rechtsextreme Schläger in Schwedt vor Gericht

Am Dien­stag, dem 29. Juli, um 9 Uhr find­et im Amts­gericht Pren­zlau der Prozess gegen drei junge Män­ner statt, die einen Asyl­be­wer­ber im April diesen Jahres beschimpften
und schlu­gen.

Am 24. April 2003 besuchte der Asyl­be­wer­ber Po L. eine Fre­undin in Schwedt. Sie
entschlossen sich, spazieren zu gehen.

Als sie sich wieder auf dem Nach­hauseweg befan­den, begeg­neten sie drei jun­gen
Män­nern, von denen ein­er einen Hund hat­te. Alle drei Män­ner waren äußer­lich der
Skin­head­szene zuzuord­nen. Als Po L. mit sein­er Begleitung auf die Män­ner stieß,
beschimpften diese ihn in einem aggres­siv­en Ton­fall. Die Worte ver­stand er jedoch
nicht voll­ständig. Er ver­suchte die Män­ner zu beruhi­gen und teilte ihnen mit, dass
es doch kein Prob­lem gäbe.

Ein­er der Män­ner befahl daraufhin dem Hund, Po L. anzu­greifen. Der Asyl­be­wer­ber und
seine Fre­undin ver­sucht­en zu fliehen, jedoch wurde Po L. an der Jacke fest­ge­hal­ten
und von einem der Täter mit der Faust ins Gesicht geschla­gen. Po L. gelang daraufhin
die Flucht. Die jun­gen Män­ner nah­men die Ver­fol­gung auf.

Ein­er der Män­ner holte Po L. ein und drehte ihm den Arm auf den Rück­en. Nach ein­er
weit­eren Auseinan­der­set­zung gelang Po L. erneut die Flucht. Während­dessen
ver­ständigte die Fre­undin des Asyl­be­wer­bers die Polizei.

Auch nach diesem Über­griff hat sich die Sit­u­a­tion nicht entspan­nt: Po L. wurde
einige Wochen nach der mor­gen ver­han­del­ten Tat erneut Opfer eines Angriffs.

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