26. Mai 2009 · Quelle: Endstation Rechts

Rechtsextremisten rufen zum Boykott von „Thor Steinar“ auf

Die bis­lang in recht­en Kreisen so beliebte Mode­marke „Thor Steinar“ büßt nicht nur wegen ihres Eigen­tümer­wech­sels derzeit an Beliebtheit ein, auch die über­höht­en Preise sor­gen für Unmut bei den „nationalen Aktivis­ten“. Einige von ihnen riefen nun zum Boykott der Marke auf.

Demon­stra­tio­nen gegen „Thor Steinar“ waren bis­lang eine rein linke Domäne, nun kön­nte sich aber ein eige­nar­tige Quer­front gegen das Mod­e­la­bel bilden. Unter der Über­schrift „Warum Medi­a­Tex GmbH ein kap­i­tal­is­tis­ches Unternehmen darstellt und ‚Thor Steinar‘ nicht rechts ist“ prangert die recht­sex­treme „Aktion­s­gruppe Essen“ ange­blichen Wuch­er bei „Thor Steinar“ an.

So behauptet die Aktion­s­gruppe, dass mit dem Eigen­tümer­wech­sel – Thor Steinar ist Ende ver­gan­genen Jahres von einem ara­bis­chen Investor über­nom­men wor­den – eine sat­te Preis­er­höhung ein­herg­ing. Als Beispiel wird eine Jacke genan­nt, die bei C&A für 59,90 Euro erhältlich sei und in der „Thor Steinar Perfomance“-Reihe mit den Auf­druck­en der Marke 329 Euro koste. „Es sollte sich jed­er fra­gen“, fordern die Autoren, „warum eine ‚rechte‘ Mode­marke so beträchtliche Preise hat“. „Thor Steinar“ trage so let­z­tendlich ein Mitschuld, dass „ger­ade jün­gere Kam­er­adenIn­nen (sic!) zu geldgieri­gen Kon­sum­mon­stern herange­zo­gen wer­den.“

Einige Kam­er­aden sollen sog­ar in die Schulden­falle getrieben wor­den sein, weil sie Kred­ite aufgenom­men hät­ten, nur um sich die Klei­dung zu kaufen: „Durch den Zins­es-Zins den die Banken ein­fordern wer­den junge Kam­er­aden und Kam­eradin­nen in einen Schulden­berg gestürzt den sie alleine nicht mehr bewälti­gen kön­nen.“ (Fehler im Orig­i­nal) An ander­er Stelle ist noch deut­lich­er von der „Zin­sknechtschaft“ die Rede.

Neben dem Preis gibt es natür­lich auch noch das Prob­lem mit dem Investor: „Wir (die „Aktion­s­gruppe Essen“ – R.S.) sind der Mei­n­ung, dass man unsere kom­plexe Weltan­schau­ung nicht auf ein T‑Shirt druck­en kann, welch­es 32.95€ kostet und von einem Araber pro­duziert wird.“

Aus den ange­führten Grün­den fordert das Autorenkollek­tiv abschließend: „Boykott Thor Steinar!“ In näch­ster Zeit darf man also ges­pan­nt sein, ob sich andere Nation­al­is­ten diesem Aufruf anschließen, oder ob es nur ein Flüstern im Walde gewe­sen sein wird. Von Robert Scholz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Pots­dam – Unter dem Mot­to „SOS an den EU-Außen­gren­zen! Pots­dam – ein sicher­er Hafen!?“ laden Ini­tia­tiv­en anlässlich des „Tag des Flüchtlings“ am 27.09.2019 zu einem Aktion­stag ein.
Die Antidiskri­m­inierungs­ber­atung Bran­den­burg hat “10 Impulse für eine Antidiskri­m­inierungspoli­tik im Land Bran­den­burg” zusam­mengestellt.
Was muss die Lan­despoli­tik für eine nach­haltige und wirk­same Antidiskri­m­inierungspoli­tik tun?
Cot­tbus — Lars Schieske, Direk­tkan­di­dat bei den Land­tagswahlen, sym­pa­thisiert offen mit mil­i­tan­ten Recht­en.

Opferperspektive

Termine für Potsdam

NSUwatch Brandenburg

Termine für Berlin

Netzwerk Selbsthilfe

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot