1. September 2003 · Quelle: MAZ

Schaden für die Wehr befürchtet

Ini­tia­tive “Treb­bin miteinan­der” pocht auf Auss­chluss eines Kameraden

(MAZ, 29.8.) TREBBIN Der Land­kreis Tel­tow-Fläming, Ord­nungsamt, hat den Wider­spruch von
Sil­vio Kahle gegen seinen Auss­chluss aus der Frei­willi­gen Feuer­wehr Trebbin
als “unbe­grün­det” zurück­gewiesen. Sil­vio Kahle ist “aus der Freiwilligen
Feuer­wehr Treb­bin auszuschließen”, heißt es in dem Schreiben vom 1. Juli. 

Der Treb­bin­er Amtswehrführer Peter Giesel­er hat­te Kahle auf Grund unwürdigen
Ver­hal­tens im Zusam­men­hang mit recht­sex­tremen Vor­fällen (die MAZ berichtete)
bere­its im Dezem­ber 2002 aus der Feuer­wehr aus­geschlossen. Dage­gen hatte
Kahle über seinen Recht­san­walt Wider­spruch eingelegt. 

Das Ord­nungsamt des Land­kreis­es hat nun die Entschei­dung des Amtswehrführers
bestätigt. “Es beste­ht ein öffentlich­es Inter­esse daran, dass nur derjenige
ein­er frei­willi­gen Feuer­wehr ange­hören kann, der den charakterlichen
Anforderun­gen an den Dienst in der Feuer­wehr genügt.”, heißt es darin. 

Und weit­er: Kahles “ras­sis­tis­ches Men­schen­bild” sei mit den Zie­len und
Auf­gaben ein­er frei­willi­gen Feuer­wehr, “im Not­fall ohne Anse­hen der Person
jed­erzeit helfend einzu­greifen, nicht länger vere­in­bar”. Die Initiative
“Treb­bin miteinan­der” hat sich auf dieser Grund­lage mit einem Rundschreiben
an die Treb­bin­er Stadtverord­neten­ver­samm­lung gewandt. Die Initiative
befürchtet weit­eren Schaden für Treb­bin und die Feuer­wehr und kritisiert
ins­beson­dere das Ver­hal­ten von Bürg­er­meis­ter und Amts­di­rek­tor Thomas Berger,
der sich nach wie vor gegen Kahles Auss­chluss aus der Feuer­wehr stellt. 

Paul Schuchardt (UFW) sprach sich bei der Stadtverord­neten­ver­samm­lung am
Mittwochabend dafür aus, den “Ken­nt­nis­stand noch ein­mal zu berat­en”. Er und
andere Stadtverord­nete kamen allerd­ings auch zu dem Ergeb­nis, dass Berger,
falls er einen Fehler began­gen hat, dafür zur Rechen­schaft zu ziehen sei. 

Die Mit­glieder der Ini­tia­tive sind jedoch der Mei­n­ung, dass schon viel zu
viel gere­det wor­den sei. Diesen Stand­punkt teilt auch Kahle selb­st. Er wurde
von Rain­er Flach (PDS) dazu aufge­fordert, sich zu sein­er Gesinnung
öffentlich zu posi­tion­ieren. Darauf ent­geg­nete Kahle: “Ich habe meinen
Stand­punkt in einem Leser­brief in der MAZ dargelegt. Mehr gibt es dazu nicht
zu sagen.”

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