23. Juli 2008 · Quelle: gegenrede.info

Schnelle Festnahmen nach einem Tötungsdelikt

(gegenrede.info)Tem­plin (ipr) In ein­er ehe­ma­li­gen Fass­binderei am Tem­plin­er Müh­len­tor wurde gestern in den frühen Mor­gen­stun­den der 55-jährige Besitzer des Gebäudes und Gele­gen­heit­sar­beit­er Bernt K. tot aufge­fun­den. Wie die Neu­rup­pin­er Staat­san­waltschaft mit­teilte wies der Tote mas­sive Ver­let­zun­gen am Kopf auf, die nur durch großflächige stumpfe Gewal­tein­wirkung zu erk­lären waren. In Zusam­me­nar­beit zwis­chen Krim­i­nalpolizei und Staat­san­waltschaft Neu­rup­pin kon­nten zwei Tatverdächtige ermit­telt wer­den, von denen ein­er noch in den gestri­gen Nach­mit­tagsstun­den, der andere in den Nacht­stun­den vor­läu­fig festgenom­men wurde.

Mit­tler­weile hat der zuständi­ge Haftrichter gegen die der gemein­schaftlichen Tötung des 55-jähri­gen Bernd K. drin­gend Verdächti­gen in Pren­zlau heute Nach­mit­tag antrags­gemäß Haft­be­fehl — gegen den 18-jähri­gen Sven P. wegen Mordes, gegen den 21-jähri­gen Chris­t­ian W. wegen Totschlags — erlassen. Bei­de Beschuldigte sind der recht­en Szene zuzurech­nen und strafrechtlich bere­its in Erschei­n­ung getreten.

Der 18-jährige wurde laut Stat­san­waltschaft zulet­zt im ver­gan­genen Monat wegen gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung zu ein­er 6‑monatigen Jugend­strafe mit Strafaus­set­zung zur Bewährung verurteilt. Bere­its zuvor war er im Novem­ber let­zten Jahres in Pren­zlau in einem beschle­u­nigten Ver­fahren wegen des Ver­wen­dens von Kennze­ichen ver­fas­sungswidriger Organ­i­sa­tio­nen zu mehreren Wochen Jugen­dar­rest verurteilt wor­den. Der 21-jährige ist bere­its erhe­blich, unter anderem wegen gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung und schw­er­er Brand­s­tiftung vor­be­lastet und hat in der Ver­gan­gen­heit bere­its Jugend­strafe ver­büßt. Derzeit ste­ht er nach Rest­strafe­naus­set­zung — seit Juni des let­zten Jahres — unter Bewährung.

Die bei­den Beschuldigten, von denen ein­er seine Tat­beteili­gung eingeräumt und dies­bezüglich angegeben hat, dass die tödlichen Ver­let­zun­gen durch mas­sive Gewal­tein­wirkung auf das Opfer her­beige­führt wor­den seien, sind jeden­falls des gemein­schaftlichen Totschlags drin­gend verdächtig. Gegen bei­de wurde deshalb heute beim zuständi­gen Haftrichter Antrag auf Erlass von Haft­be­fehlen beantragt. Über das Motiv gibt es noch keine Hin­weise.

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