24. September 2002 · Quelle: MOZ, Montag, 23. September 2002 (15:42 Uhr)

Schönbohm gesteht CDU-Wahlschlappe in Brandenburg ein

Pots­dam (ddp-lbg). Bran­den­burgs CDU-Lan­deschef Jörg Schön­bohm hat für die märkische Union eine Schlappe bei den Bun­destagswahlen eingeräumt. Das Resul­tat von 22,3 Prozent der Zweit­stim­men sei trotz leicht­en Zugewin­nen gegenüber der Bun­destagswahl von 1998 «verbesserungs­bedürftig», sagte der Innen­min­is­ter am Mon­tag in Pots­dam. Damit schnei­de die märkische Union im Ver­gle­ich mit den übri­gen CDU-Lan­desver­bän­den am schlecht­esten ab.

Die Partei hat­te als Wahlziel 30 Prozent aus­gegeben. Bei den Wahlen vor vier Jahren erre­ichte die Bran­den­burg­er CDU 20,8 Prozent. Schön­bohm führte ihr Wahlergeb­nis vom Son­ntag auf den Stim­mung­sum­schwung zu Gun­sten der Sozialdemokrat­en durch das Elbe­hochwass­er, das «Schüren» der Kriegsangst und des «Anti­amerikanis­mus» durch die SPD sowie auf die «Dif­famierung» von Unions-Kan­zlerkan­di­dat Edmund Stoiber (CSU) in ein­er SPD-Broschüre zurück.

Schön­bohm zeigte sich eben­falls ent­täuscht, dass die CDU keines der zehn Direk­t­man­date erobern kon­nte. Auch der Wahlkreis von Kathe­ri­na Reiche aus Stoibers Kom­pe­ten­zteam war an die SPD gegan­gen. Der CDU-Wahlkampf sei aber, abge­se­hen vom «sehr verunglück­ten» Auftritt Stoibers in Pots­dam, im Rah­men dessen abge­laufen, «was uns möglich war». Schön­bohm spielte damit auf die finanzielle Sit­u­a­tion des Lan­desver­ban­des an, die wenig Spiel­räume lasse. Die Partei werde sich zukün­ftig jedoch mit der Kan­di­date­nauswahl befassen und an der Organ­i­sa­tion sowie der Pro­gram­matik «mehr arbeit­en» müssen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Mit unser­er heuti­gen Beset­zungsak­tion möcht­en wir auf einige Häuser aufmerk­sam machen, die entwed­er ihrem Ver­fall preis­gegeben wer­den oder die wieder ein­mal nicht nach Konzept son­dern nach Höch­st­ge­bot verkauft wer­den.
Am 17.05.2019 fand in Pots­dam die Fahrrad-Demo “Crit­i­cal Der­by Mass — den Nazis die Suppe ver­salzen!” statt. Die Route führte 150 bereifte Antifaschist*innen zu ver­schiede­nen Lokalen der Stadt, in denen sich die Pots­damer AfD und ihre Jugen­dor­gan­i­sa­tion JA zu Stammtis­chen und Vor­tragsver­anstal­tun­gen tre­f­fen.
Pots­dam — Flüchtlingsrat fordert die Bran­den­burg­er Lan­desregierung auf,
entsch­ieden gegen die destruk­tiv­en Geset­zesvorhaben der Bun­desregierung
Posi­tion zu beziehen

Opferperspektive

Termine für Potsdam

NSUwatch Brandenburg

Termine für Berlin

Netzwerk Selbsthilfe

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot