11. Februar 2005 · Quelle: LR

Schule gegen Rassismus — Schule mit Courage


Falken­berg­er Gym­na­si­um will sich tagtäglich diesem hohen Anspruch aufs Neue
stellen

Ein­mal mehr macht das Stoy-Gym­na­si­um von sich reden. Zu ver­danken hat es
dies dies­mal der Ini­tia­tive der Klasse 10 a mit der betreuen­den Fach­lehrerin
Ute Wolf-Hensel. Sie hat um den Titel «Schule ohne Ras­sis­mus — Schule mit
Courage» gekämpft, der gestern nun offiziell und im großen Rah­men ver­liehen
wurde.

Als nun­mehr 11. Schule im Land Bran­den­burg erhielt das Falken­berg­er
Gym­na­si­um dieses Titel. Bir­git Franke, Lan­desko­or­di­na­torin des Pro­jek­tes,
das von der Regionalen Arbeitsstelle für Aus­län­der­fra­gen, Jugen­dar­beit und
Schulen e.V. getra­gen wird, war gern gekom­men, um die Urkude und das Schild
für die Fas­sade der Schule zu über­re­ichen. Sie erin­nerte daran, dass die
Schü­lerin­nen und Schüler, die 1988 erst­mals in Bel­gien die Idee zu dem
Pro­jekt «Schule ohne Ras­sis­mus — Schule mit Courage» hat­ten, bes­timmt nicht
ahnen kon­nten, dass kurz darauf schon in weit­eren vier Län­dern Europas der
Gedanke aufge­grif­f­en und ähn­lich engagiert umge­set­zt würde. «Bleibt alle
wach­sam, dass die Recht­en nicht noch stärk­er wer­den» , nahm sie Bezug auf
aktuelle Entwick­lun­gen in Bran­den­burg und Sach­sen. «Dabei wün­sche ich euch
Kraft, Mut und Erfolg.»

Wie couragiert die Schüler des Gym­na­si­ums, nicht nur die der 10 a, sind, das
stell­ten sie bei dem Pro­gramm, das die Titelver­lei­hung umrahmte, auf sehr
anschauliche Art und Weise unter Beweis. So präsen­tierte der Lit­er­atur­club
unter Leitung von Klaus-Dieter Paust Szenen aus seinem Pro­gramm «Was
Afrikan­er Liebe nen­nen» . Und auch eine Kost­probe des schuleige­nen Musi­cals,
das am 15. April seine Urauf­führung im Falken­berg­er Haus des Gastes erleben
soll, durften bei diesem Anlass nicht fehlen. Schließlich set­zen sich die
Jugendlichen in diesem Werk eben­so mit Frem­den­feindlichkeit, Wegse­hen und
der nöti­gen Zivil­courage auseinan­der.

Genau dies sind auch die The­men, die an der Falken­berg­er «Schule ohne
Ras­sis­mus — Schule mit Courage» an der Tage­sor­d­nung sind und bleiben sollen.
«Mit der Unter­schrift auf dem Papi­er ist es nicht getan. Nun kommt es darauf
an, aktiv zu sein. Dafür müssen wir täglich etwas tun» , spornte Schulleit­er
Gunter Ges­per die gestern zu diesem Anlass im Haus des Gastes kom­plett
ver­sam­melte Gym­na­si­ums­man­nschaft an und weiß die aktive Hil­fe von Schülern
und Lehrern gle­icher­maßen zu schätzen.

Und nicht nur er. Auch die Pat­en des Pro­jek­tes sind vom Engage­ment im
Falken­berg­er Gym­na­si­um begeis­tert und deshalb schnell bere­it gewe­sen, zur
Seite zu ste­hen. Zu ihnen gehören die Land­tagsab­ge­ord­neten aus dem
Elbe-Elster-Kreis, Frank Wern­er, Wil­fried Schrey, Bar­bara Hack­en­schmidt und
Car­olin Stein­met­zer, eben­so wie zum Beispiel die inter­na­tion­al erfol­gre­iche
Behin­derten­sport­lerin Yvonne Sehmisch und die Bands «Vir­ginia Jet­zt!» und
«Hel­ga» .

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