27. Oktober 2003 · Quelle: LR / BM

Skinheadkonzert aufgelöst

Skin­head-Konz­ert in Plessa aufgelöst

Über 100 Polizeibeamte im Ein­satz

(LR) Über 100 Polizis­ten aus Süd­bran­den­burg und Sach­sen waren am Sam­stagabend in
Plessa im Ein­satz und lösten ein Skin­head­konz­ert auf. Rund 300 Leute hat­ten
sich im kleinen Saal des Kul­turhaus­es getrof­fen, wo nach Polizeiangaben zwei
Skin-Grup­pen auf­trat­en. In diesem Jahr hat­te die Polizei zuvor schon zweimal
ähn­liche Tre­f­fen in Plessa aufgelöst.

Als bekan­nt wurde, was sich im Kul­turhaus abspie­len sollte, informierte die
Polizei das Ord­nungsamt des Amtes Plessa. Dieses forderte die Ver­anstal­ter
mit ein­er Ver­botsver­fü­gung gegen 21.45 Uhr auf, das Gebäude bis 22 Uhr zu
räu­men. Die Polizei schritt in Amt­shil­fe ein.

Mit Schutzhel­men und kugel­sicheren West­en aus­gerüstet, set­zten sie der
Ver­anstal­tung kon­se­quent ein Ende. Von sämtlichen Teil­nehmern wur­den die
Per­son­alien fest­gestellt, Platzver­weise erteilt und kon­trol­liert, ob sie
ver­fas­sungswidrige Embleme und Sprüche auf T‑Shirts und Jack­en tru­gen. In
mehreren Fällen wurde man fündig, wie bei einem jun­gen Mann, auf dessen
T‑Shirt ein Hitlerz­i­tat prangte. Zwei Män­ner im Alter von 21 und 39 Jahren
wur­den wegen des Ver­dacht­es der Ver­wen­dung von Kennze­ichen
ver­fas­sungswidriger Organ­i­sa­tio­nen vor­läu­fig festgenom­men.

Rund zwei Stun­den dauerte es, bis die let­zten Teil­nehmer mit ihren Autos
davon­fuhren. An den Auto­kennze­ichen war abzule­sen, aus welchen Land­kreisen
sie kamen: Riesa-Großen­hain, Kamenz, Seb­nitz, Vogt­land, Pir­na, Dres­den,
Elbe-Elster-Kreis und Ober­spree­wald-Lausitz-Kreis. Sog­ar aus der Uck­er­mark
waren sie nach Plessa angereist.

Gegen Mit­ter­nacht hat­ten sich auch die let­zten Grüp­pchen, die teils noch
laut­stark auf sich aufmerk­sam macht­en, ver­zo­gen.

Kein­er­lei Ver­ständ­nis zeigte der Leit­er des Polizeis­chutzbere­ich­es
Elbe-Elster, Sven Bogacz, gegenüber dem Betreiber des Kul­turhaus­es. Dieser
hat­te den Saal kurzfristig an die Ver­anstal­ter des Skin-Konz­ertes ver­mi­etet.
Er habe den Saal für eine «Böhse-Onkelz» ‑Disko ver­mi­etet und habe darüber
einen ordentlichen Ver­trag abgeschlossen, sagte Pächter Dani­lo Graf. «Ich
muss doch auch sehen, wie ich mein Geld rein­bekomme» , recht­fer­tigte er
sich. Um welche Klien­tel es sich dabei han­dele, habe er nicht gewusst.

«Das wird nicht noch ein­mal passieren» , bekräftigte der
Schutzbere­ich­sleit­er Sven Bogacz. Dem Amt­sleit­er wird er empfehlen, den
Ver­trag mit dem Pächter zu kündi­gen, «da eine Gefahr für die Öffentlichkeit
beste­ht» . Ursprünglich habe das Konz­ert in Sach­sen stat­tfind­en sollen, sei
dann aber kurzfristig nach Plessa ver­legt wor­den.

Skin­head­konz­ert aufgelöst

(BM) Plessa — Ein Skin­head­konz­ert ist am Sonnabend­abend im süd­bran­den­bur­gis­chen
Plessa (Elbe-Elster) von der Polizei aufgelöst wor­den. An dem Ein­satz in dem
Ort nahe der Gren­ze zu Sach­sen waren rund 100 Polizis­ten aus bei­den Län­dern
beteiligt. Die Beamten reg­istri­erten die Iden­tität der 300 Konz­ertbe­such­er
im Kul­turhaus, von denen viele aus dem benach­barten Sach­sen kamen, und
nah­men zwei Recht­sex­treme fest.

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