18. Juli 2005 · Quelle: Polizeibericht

Soko “Potsdam” und Staatsanwaltschaft erneut gegen „Rechts“ erfolgreich

Der Polizei wurde am Mittwochabend durch Anzeige bekan­nt, dass bere­its am Dien­stagabend bei ein­er tätlichen Auseinan­der­set­zung im Pots­damer Stadt­teil Wald­stadt II ein junger Mann ver­let­zt wor­den war. 

Nach Angaben des 20-jähri­gen Geschädigten aus Pots­dam wurde er gegen 23.00 Uhr in der Nähe des dor­ti­gen Sport­platzes von einem jun­gen Mann und dessen Beglei­t­erin wegen seines T‑Shirts mit der Auf­schrift “Ham­burg Ska­punk” und sein­er Haare ange­sprochen. Plöt­zlich nahm ihm die junge Frau die Brille weg, und ihr Begleit­er schlug mit der Faust auf ihn ein. Bei­de Per­so­n­en waren dem äußeren Erschei­n­ungs­bild nach der recht­en Szene zuzuord­nen. Anschließend zwang man ihn zur Her­aus­gabe seines T‑Shirts, das von der jun­gen Frau ver­bran­nt wurde. 

Durch die im Polizeiprä­sid­i­um Pots­dam unter Leitung des Staatss­chutzkom­mis­sari­ats tätige Son­derkom­mis­sion “Pots­dam” kon­nten ein 19-Jähriger und eine 27-Jährige aus Pots­dam als Tatverdächtige ermit­telt wer­den. Bei­de sind der Polizei bere­its aus rechts­gerichteten Straftat­en bekan­nt. Auf Antrag der Staat­san­waltschaft Pots­dam wurde am 14.07.05 durch das Amts­gericht Pots­dam gegen den 19-jähri­gen Haupt­täter Haft­be­fehl wegen gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung und Raubes erlassen und verkün­det. Er wurde in eine Jus­tizvol­lzugsanstalt eingewiesen. 

Am 15.07.05 wurde die 27-jährige Frau vor­läu­fig festgenom­men. Das Amts­gericht Pots­dam erließ auf Antrag der Staat­san­waltschaft einen Haft­be­fehl, der gegen Aufla­gen außer Vol­lzug geset­zt wurde. 

Der amtierende Polizeipräsi­dent Arne Feur­ing bedankt sich nach diesem schnellen Erfolg bei den Mitar­beit­ern der Soko „Pots­dam“ und allen zuge­ord­neten Kräften. Erneut kon­nten nach kurz­er Zeit die Tatverdächti­gen ermit­telt und dem Haftrichter vorge­führt werden. 

Arne Feur­ing unter­strich, dass sich das Ein­satzkonzept der Pots­damer Polizei bewährt hat und auch kün­ftig alles getan wird, um eine weit­ere Eskala­tion in Pots­dam zu ver­hin­dern. „Sollte es im Einzelfall den­noch zu Gewalt­straftat­en kom­men, so wer­den wir diese schnell aufk­lären und die Täter ihrer gerecht­en Strafe zuführen“, so Feuring. 

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