24. April 2016 · Quelle: Indymedia Linksunten

Solidarität mit Geflüchteten – Feuer und Flamme dem Abschiebesystem

Wir sol­i­darisieren uns mit allen No Bor­der Protesten und Aktio­nen. Gle­ichzeit­ig ist mit offe­nen Gren­zen noch nicht alles getan. Selb­st wenn Men­schen es ent­ge­gen aller Gewalt und Risiken schaf­fen, in die Fes­tung Europa oder bis nach Deutsch­land zu kom­men, wird ihnen hier sys­tem­a­tisch ein selb­st­bes­timmtes Leben ver­wehrt.
 
Das Leben in Sam­melun­terkün­ften ohne Pri­vat­sphäre und mas­siv­er Kon­trolle, aggres­siv­en Grup­pen­dy­namiken und der ständi­gen Bedro­hung durch Macht­demon­stra­tio­nen in Form von sex­u­al­isiert­er Gewalt u.a. vom Wach­per­son­al aus­ge­set­zt…
Das Arbeitsver­bot, der Auss­chluss von Aus­bil­dungsmöglichkeit­en wie z.B. Studi­um, die Per­spek­tivlosigkeit durch „Dul­dung“ als Aufen­thaltssta­tus, der immer nur einige Monate gilt…
Die ständi­ge Angst vor Abschiebung, vor Abschiebe­haft und Polizeige­walt…
Die Krim­i­nal­isierung von poli­tis­chem Aktivis­mus…
 
Diese Poli­tik gewoll­ter und gewalt­samer Iso­la­tion macht Ver­net­zungsar­beit von poli­tisch aktiv­en Refugees untere­inan­der kosten‑, aufwands- und repres­sion­sin­ten­siv und erschw­ert sys­tem­a­tisch, dass Men­schen mit und ohne Fluchter­fahrung sich gemein­same soziale Umfelder erschaf­fen. So soll die Wahrschein­lichkeit von Wider­stand gegen dieses wider­liche Abschiebungssys­tem ver­ringert wer­den. Aber auch gegen Protest von Betrof­fe­nen, Freund*innen, Fam­i­lie oder anti­ras­sis­tis­chen Unterstützer*innen wer­den Leute aus ihren Leben­szusam­men­hän­gen geris­sen und ihrer Entschei­dungs­frei­heit darüber beraubt.
 
All das sind legale Hand­lungsweisen der soge­nan­nten gesellschaftlichen Mitte. Diese Ver­brechen find­en tagtäglich statt und stützen sich auf einen bre­it­en gesellschaftlichen Kon­sens. Parteien machen Wahlwer­bung mit Abschiebev­er­sprechen an bürg­er­liche Mitte bis extreme Rechte. In dieser all­ge­meinen Stim­mung gab es in den let­zten bei­den Jahren mehr als 1000 Angriffe auf Unterkün­fte von Geflüchteten. Anschläge, die Men­schen ein­schüchtern, lebens­ge­fährlich bedro­hen und Tote min­destens in Kauf nehmen oder sog­ar anstreben. Eine bre­ite öffentliche Skan­dal­isierung und offen­sive Gegen­be­we­gung sowie ern­sthafte Bestre­bun­gen zur Ver­fol­gung und — noch viel wichtiger — zur Präven­tion solch­er Gewalt­tat­en bleiben aus. Hät­ten stattdessen z.B. tausend Bul­lenwachen, Banken oder Abschiebe­be­hör­den in Deutsch­land gebran­nt, sähe das Medi­ene­cho und der gesamt­ge­sellschaftliche Auf­schrei ver­mut­lich anders aus…
 
Für jede Geflüchtete­nun­terkun­ft, die bren­nt – für jedes Heim, was ihr baut: Das kriegt ihr zurück!
NO LAGER!

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