23. April 2016 · Quelle: Antifaschistische Recherche_Potsdam//Umland

Mitschnitt Telefonat Christian Müller – Protokoll Teil II

Am Abend des 17. April 2016 veröf­fentlichte der Berlin­er Ver­schwörungside­ologe Christoph Kastius, aktiv u.a. beim Berlin­er Pegi­da-Ableger Bärgi­da, zwei Mitschnitte eines Gesprächs zwis­chen ihm selb­st und dem Chef des Pots­damer Pegi­da-Ablegers Pogi­da Chris­t­ian Müller. Bei Chris­t­ian Müller hal­ten sich außer­dem seine Frau Ani­ka Keller, aben­falls aktiv bei Bärgi­da, und sein Nach­fol­ger Hol­ger Schmidt, sowie dessen Frau, die laut Müller schläft, auf.
Im zweit­en Teil des Gesprächs geht es wieder um Curd Schu­mach­er und dessen mut­maßliche Tätigkeit für den Ver­fas­sungss­chutz. Zu Beginn redet Kastius mit Keller über Curd Schu­mach­er. Danach steigt Müller wieder in das gespräch ein, das dadruch immer wirrer wird. Müller erzählt wider­sprüch­lich über seine Polizeiaus­bil­dung, gibt an als Scharf­schütze bei der Bun­deswehr aus­ge­bildet wor­den zu sein und per­sön­lich Osama bin Laden erschossen zu haben.
Trotz Ankündi­gung im Tele­fonat waren bei der Demon­stra­tion von BÄRGIDA am 18. April 2016 in Berlin wed­er Chris­t­ian Müller, Curd Schu­mach­er, Christoph Kastius noch Daniela Weirich anwe­send.
In einem Video, das Curd Schu­mach­er am Dien­sta­gnach­mit­tag, 19. April 2016, veröf­fentlichte, spricht dieser von ein­er Insze­nierung, um Christoph Kastius vorzuführen. Er beze­ich­net das Veröf­fentlichen der Mitschnitte durch Kastius als „die größte Schwachköp­figkeit, die [er] in den let­zten Jahren über­haupt gese­hen [hat]“. Kastius beze­ich­net daraufhin die Aus­sagen von Schu­mach­er in einem Beitrag auf sein­er Face­book-Seite als „Schutzbe­haup­tung“.
Wir doku­men­tieren hier den zweit­en Teil der veröf­fentlicht­en Mitschnitte als Pro­tokoll mit Zeit­stem­peln. (Pro­tokoll Teil I hier)
Das Gespräch wurde laut Angaben am 17.04.2016 geführt und von Christoph Kastius selb­st mit­geschnit­ten.
Chris­t­ian Müller wider­spricht dem Mitschnitt nicht expliz­it.
Die Mitschnitte wur­den, mut­maßlich von Kastius selb­st, auf der Sound­cloud-Seite von „Aktuelle Kam­era“ zu Ver­fü­gung gestellt.
offen­bar beteiligt am Gespräch:
Christoph Kastius, Chris­t­ian Müller, Ani­ka Keller, Hol­ger Schmidt, Frau von Hol­ger Schmidt (schläft)
00:00:20
– Kastius ruft über Fes­t­netz zurück
– Ani­ka Keller redet
– Christoph Kastius entschuldigt sich, da er ger­ade auf der Toi­lette war
– Keller und Kastius sind sich einig, dass das alles sehr komisch sei
00:01:30
– Kastius denkt, dass sich „U‑Boote“ unter ihnen befind­en um den Zusam­men­halt zu brechen
– Keller pflichtet ihm bei und das alles macht ihr „ganz ganz große Kopf­schmerzen“
– Kastius sagt er stünde auf der Seite der „kleinen Leute“
00:02:40
– Kastius wieder­holt, dass er Müller mit dem Inter­view mit Weirich nur schützen wollte, indem er den „Erpres­sungsver­such“ ans Licht bringt
– Kastius redet von „Stasi 2.0“ und behauptet, dass Angela Merkel bei der Stasi gewe­sen sei
00:03:50
– Kastius: „Wir wur­den 1990 ein­fach ver­arscht.“
00:04:28
– Kastius sagt, dass er seit Jahren ver­fol­gt werde und ver­sucht wurde zu manip­ulieren und zu schikanieren, weswe­gen er seine Woh­nung ver­lor; er müsse sich nun in Pen­sio­nen „ums Über­leben kämpfen“
– Kastius: „Medi­al haben die mich kalt gemacht. Mich nimmt kein Mieter mehr, mit dem, was da in der Presse stand.“ (gemeint ist offen­bar „Ver­mi­eter“)
00:05:20
– Keller sagt, sie hätte schon vor mehreren Monat­en E‑Mails „aus einem sehr engen Kreis“ bekom­men, in denen stand, dass es einen Ver­räter gibt
– Kastius sagt, dass der Ver­räter nur Curd Schu­mach­er sein könne und ein-zwei andere Leute
– Keller erwidert, dass Schu­mach­er ja auch nur Mit­tels­mann sein kön­nte
– Kastius gibt zu bedenken, dass „Chris­t­ian“ (gemeint ist Chris­t­ian Müller) jedoch bestätigt hätte, dass Schu­mach­er bezahlt wird und dadurch klar sei, dass er „was auch immer“ ist
– für Kastius ist auf­fäl­lig wie „pro­fes­sionell“ die Videos von Schu­mach­er gemacht sind
00:06:45
– Kastius sagt, er wolle nicht zu BÄRGIDA kom­men (am Mon­tag, 18.04.2016), da Schu­mach­er ihn bedro­ht hätte
– Keller fragt nach „wie“ er bedro­ht wurde
– Kastius sagt, dass er in einem Video von Schu­mach­er „ganz offen“ bedro­ht wurde, dass er sich nicht bei BÄRGIDA blick­en lassen soll und dass Schu­mach­er ihm dort auflauern wird
00:07:05
– Kastius erk­lärt was dazu geführt hätte
– Kastius wurde von Schu­mach­er aus dem Chat entfernt/blockiert, obwohl er doch die Adresse ein­er Per­son veröf­fentlicht hätte, die wiederum Schu­mach­er „ange­grif­f­en“ hätte
– laut Kastius hätte Schu­mach­er ihn als „bal­la­bal­la“ beze­ich­net und ihn gewarnt, er solle sich nicht bei BÄRGIDA/PEGIDA sehen lassen, da Schu­mach­er ja viel mehr Leute hin­ter sich hätte
00:07:55
– Kastius als Erwiderung auf Schu­mach­er: „Sor­ry, diesen Stress tu ich mir hier nicht mehr an, ich hab zwei Jahre umson­st gekämpft, dann bin ich raus aus der Num­mer.“
– Kastius fragt Keller, ob sie das ver­ste­hen würde; diese antwortet „Ja, natür­lich.“
– Kastius: „Ich hab zwei Jahre hier Berlin mit aufge­baut. Was soll der Scheiß?“
– Keller fragt nach: „Wie kann ich mir das vorstellen ‚aufge­baut‘?“
– Kastius: „Naja ich hab doch vor zwei Jahren schon ange­fan­gen zu kämpfen mit der Kundge­bung. Du siehst doch, dass wir da schon 11, 12, 13 tausend Fol­low­er haben, ne? Das ist zwei Jahre Auf­bauar­beit.“
– Keller gibt an, dass sie ihn (Kastius) ja schon vor über einem Jahr auf Kundge­bun­gen gese­hen hätte; Kastius darauf: „Bevor PEGIDA über­haupt ein The­ma war.“
00:08:55
– Kastius spricht von Schu­mach­er als „Neue­in­steiger“, der die Sache für ihn selb­st gefährlich machen würde und beze­ich­net ihn als „nicht kri­tik­fähig“
– Kastius: „Ich hab jet­zt kapiert, dass bei Curd ein falsches Spiel läuft. Und das seh nicht nur ich so, das sehen Andere auch so.“
00:10:10
– Keller fragt sich wie lange Schu­mach­er denn schon dabei sei und sagt, dass man nicht abstre­it­en könne, dass Schu­mach­er auch was im Kopf hätte
– Kastius: „Er redet das niedere Volk an, und zwar die, die unzufrieden sind. Die spricht er an. Auch mit sein­er Schreierei da in den Videos.“
– Keller erwidert, dass ab und zu auch mal ein schar­fer Ton von Nöten sein; darauf sagt Kastius, dass das nicht das Prob­lem sei, son­dern „festzustellen, dass man von ihm nur ver­arscht wurde, […] dass das Tak­tik war, dass das ein Spiel war von ihm. […] Das ist das Schlimme.“
00:11:35
– Kastius wun­dert sich über den Traf­fic, der aufkam, als er Schu­mach­er inter­viewte und mut­maßt, dass das wohl „eine bezahlte Geschichte war“
– Keller sagt, dass sie sich nicht über alles informieren kön­nte, da das „Netz dementsprechend zuge­bombt und zugek­leis­tert“ sei
00:12:55
– Kastius will ins Bett gehen und sagt, dass „er“ (gemeint ist Müller) ja wahrschein­lich nicht mehr ver­füg­bar ist
– Keller sagt, dass sie ja noch quatschen kön­nen und dass sie da kein Prob­lem mit hätte, wenn Kastius keins hätte
– darauf Kastius: „Wie soll ich mit Frauen ein Prob­lem haben, ganz ehrlich?“
– Keller: „Na du bist ja jet­zt mal nicht so der über­a­gres­sive Men­sch, würde ich mal jet­zt sagen so, halt wie du jet­zt hier rüberkommst und so.“
00:13:45
– Kastius denkt, Müller könne froh sein, dass er „diese Erpres­sung aufdeckt“ und dass er nicht ver­ste­ht, warum Müller sich so darüber aufregt (gemeint ist immer­noch das Inter­view mit Weirich)
00:14:35
– Keller find­et das Inter­view an sich gut
– Kastius gibt an, dass das Inter­view eigentlich länger sei, er aber die für Weirich pein­lichen Stellen her­aus­geschnit­ten hätte, um sie nicht in einem schlecht­en Licht da ste­hen zu lassen
– Weirich hätte gesagt, dass sie nicht mehr Press­esprecherin für POGIDA sei, weil sie krank war
– es fol­gt ein Abschnitt, in dem Kastius das Roh-Video sucht, um es Keller zuzuschick­en
– Kastius sagt, dass seine Kam­era immer laufen würde, damit er Mate­r­i­al hat, falls er mal ange­grif­f­en wird
00:21:45
– bei Kastius auf dem Com­put­er läuft die ungeschnit­tene Ver­sion des Inter­views von Weirich; Audio ist zu hören
– Weirich sagt, sie wäre krank gewe­sen, weswe­gen sie keine Press­esprecherin von POGIDA mehr sei
00:24:22
– Kastius fragt, ob Weirich „gefeuert“ wurde „von der Funk­tion“ (als Press­esprecherin)
– Keller darauf: „Naja, dazu möchte ich mich jet­zt ger­ade nicht unbe­d­ingt äußern. […] Sie macht ihr Ding, wir machen unser Ding. Jed­er lebt sein Leben, würde ich mal meinen.“
– wirr redet Keller davon, dass es in dem Fall bess­er sei „alle auf einem Tisch …“ (sie meint offen­bar, dass sich alle gemein­sam darüber aus­tauschen sollen, um das zu klären)
– Kastius erwidert, dass ein Video nicht gefälscht wer­den könne
00:25:27
– Kastius sagt wieder, dass er ins Bett geht
– Keller sagt darauf, dass es sie eh wun­dert, dass er noch so lange wach ist
– im Hin­ter­grund wird Chris­t­ian Müller wahrnehm­bar
– bei­de gleit­en wieder in ein Gespräch darüber ab, dass das ihnen alles „spanisch“ vorkommt (Keller) und ob „das bewusst zer­stört wer­den [soll], die Aktion, damit der 07.05. nicht stat­tfind­et, oder so“ (Kastius)
00:26:36
– die bei­den reden über die Großde­mo am 12.03.2016
– Kastius glaubt, über 5000 Leute dort gese­hen zu haben aber dass es nicht „die kri­tis­che Masse von Deutsch­land war“
– Kastius: „Min­destens 100.000 müssen wir sein, dann haben wir gut Chan­cen zu übernehmen.“
00:27:53
– Chris­t­ian Müller meldet sich zurück: „Ey, ick bin wieder da!“
– Kastius: „Ja.“
– Müller:  „Ich hab aber alles mit­ge­hört.“
– Kastius: „Ja wun­der­bar. Hast du auch gehört was Daniela gesagt hat, ja?“
– Müller: „Ja, ich hab auch gehört was du eben gesagt hast.“
– Kastius: „Na wun­der­bar, dann bist du ja informiert.“
– Müller: „Ich bin ja nicht blöde.“
– im Hin­ter­grund ist auch Hol­ger Schmidt wieder wahrnehm­bar
00:29:00
– Müller redet wieder über Curd Schu­mach­er: „Ist ein Patri­ot.“
– Kastius: „Ich glaube ich bin mehr als Patri­ot.“
– Müller: „Was bist du denn?“
– Kastius: „Ich denke, dass wir immer noch ein beset­ztes Land sind, das ist meine Mei­n­ung, und dass wir uns nur selb­st befreien kön­nen über eine Nation­alver­samm­lung.“
– Müller: „Das war nicht meine Frage. Das war auch nicht die Antwort auf meine Frage. Du hast gesagt, du bist mehr wie Patri­ot. Was ist denn mehr wie Patri­ot?“
– Kastius: „Ich wäre bere­it mein Leben für mein Volk zu vertei­di­gen. ähh­h­hh. ander­srum. Ich wäre bere­it, für das Leben des Volkes mein Leben zu opfern. […] Das heißt, wenn wir da mit mehreren tausend Mann vorm Reich­stag ste­hen bin ich auch bere­it [unver­ständlich], und das wis­sen die Leute auch. […] Deswe­gen bin ich auch im Dezem­ber festgenom­men wor­den. Kannst du dich daran erin­nern? Wie schnell ich wieder draußen war?“
00:32:00
– Müller: „Wann hat die let­zte Fan­de­mo von Hertha BSC in Berlin stattge­fun­den?“ (ohne Zusam­men­hang, Müller wirkt immer noch ver­wirrt)
– Kastius sagt er wüsste es nicht, da er kein Fußball­fan sei
– Müller gibt an, dass die let­zte Fan-Großde­mo vor sein­er Haft­strafe gewe­sen sei und: „Ich bin jahre­lang zurück­ge­treten, jahre­lang. Wie du gesagt hast, von der Jus­tiz mich erpressen zu lassen, ne?“
00:32:50
– Müller und Kastius reden wieder
– Kastius beschreibt seine Sit­u­a­tion: „Ich habe schon alles ver­loren. Ich habe keine Woh­nung mehr, ich sitze in ein­er Pen­sion und der Staat muss dafür jet­zt bezahlen. Ich war ja nur zwis­chen­durch noch im Knast und­soweit­er wegen Mei­n­ungsver­brechen und­soweit­er. Ich hab das ganze Spiel mit diesem Scheiß-Sys­tem schon durch, ver­arschen kön­nen die mich nicht mehr.“
00:33:35
– Kastius sagt, er hätte an Müllers stelle den Rechtsweg bis zum Europäis­chen Gericht­shof bestrit­ten und sich nicht erpressen lassen
– Kastius gibt an den Recht­san­walt und Neon­azi Wol­fram Narath für seine Ver­fas­sungs­beschw­erde engagiert zu haben, die dann auch angenom­men wurde
– in diesem Jahr soll ein Urteil dazu gefällt wer­den
00:34:56
– Kastius rät Müller, er solle das Video-Inter­view mit Weirich nutzen um vor Gericht zu beweisen, dass er erpresst wurde in der ersten Instanz
– Müller darauf: „Nein Chris […] dein scheiß Video ist ein Müll wert. Dein Drecks-Video ist ein Müll wert. Das sagt dir jed­er. Und ich hab Juris­tik nicht studiert, ich habs nur einge­häm­mert bekom­men als Polizeibeamter. Und ich sage dir als Polizeibeamter, dass dieses scheiß Audio-Auf­nahme und Video-Auf­nahme null toleriert und alles gegen mich ver­wen­det wird. Alles was sie jet­zt sagen kann gegen sie ver­wen­det wer­den. So lautet das amerikanis­che Strafrecht. Und so hantieren die derzeit mit uns.“
– Müller redet wirr über seine Funk­tion als Polizist und wie ihm bei BÄRGIDA der Mund deswe­gen ver­boten wurde
00:36:58
– Müller kommt wieder auf ein anderes The­ma zurück: der größte Schw­erver­brech­er im Land (siehe Pro­tokoll Teil I: 01:15:40)
– Kastius: „Ja wer kann das sein? Oba­ma? Kann ja nur der Amerikan­er sein, wenn wir immer noch ein beset­ztes Land sind.“
– Müller: „Fan­gen wir an, wer Frau Merkel kon­trol­liert.“
– Kastius: „Wahrschein­lich der Gauck.“
– Müller: „Der Gauck nicht.“
– Müller erzählt zusam­men­hang­los von ein­er Sit­u­a­tion in der ein Polizist einen Demon­stran­ten fes­t­nimmt; Kastius erzählt vom Eid eines Beamten auf das Deutsche Reich von 1937 laut §85 Bun­des­beamtenge­setz
00:41:45
– Müller fragt wovor alle, die mit ihm zu tun hat­ten, Angst hat­ten; näm­lich davor, dass er (Müller) mit Hand­schellen wegge­führt würde
– laut Müller gibt es den Ver­fas­sungss­chutz und andere Behör­den, die ihn weg sper­ren wür­den, ohne dass jemand anderes weiß, wo er ist
– Müller: „Darum war es gut, dass du jet­zt über Fes­t­netz zurück­gerufen hast, denn das kann nicht abge­hört wer­den. Ich hab einen Sperrsender drin.“
– Kastius: „Ich weiß, dass es solche Internierungslager gibt.“ (er meint den Maßregelvol­lzug); er wurde von Narath daraus geholt
– Müller: „Narath hat keine Befug­nis dich da raus zu holen.“
– Kastius gibt an, dass er eine Ther­a­pie ver­weigerte (Bewährungsauflage) und deswe­gen in Haft kam
00:44:50
– Hol­ger Schmidt fragt nach wer der Anwalt gewe­sen sei, Kastius antwortet Wol­fram Narath und Patrick Hoppe (anwalt-hoppe.de)
00:46:25
– Schmidt würde laut Müller immer alles und jeden hin­ter­fra­gen, auch Müller selb­st; Schmidt hätte Müller unter­stellt selb­st vom Ver­fas­sungss­chutz zu sein
00:47:05
– Schmidt fragt Kastius über RA Hoppe
– Schmidt gibt an lieber oft nachzufra­gen um Dinge zu ver­ste­hen
– Kastius erzählt, wie es zu sein­er Haft kam, den Richter, über seine Vertei­di­gung
– Schmidt sagt, es sei inter­es­sant für ihn, was andere schon hin­ter sich haben
00:50:45
– Chris­t­ian Müller meldet sich wieder zu Wort
– Kastius und Müller reden wirr über den Namen „Chris­t­ian Müller“
– Müller sagt nicht Chris­t­ian zu heißen und spricht dann Kastius mit „Arschloch, Arschloch!“
– Müller sagt, dass Hol­ger Schmidt ein Pseu­do­nym ist und er nicht wirk­lich so heißt
– Müller sagt, dass er Karsten Müller genan­nt wer­den will von Kastius
00:52:50
– Kastius und Müller reden wirr über Anmelder und Ver­anstal­ter ein­er Demon­stra­tion bzw. von POGIDA
00:53:30
– Müller fragt Kastius ob er „stro­hdoof“ ist
00:53:45
– Müller sagt, dass Schmidt nicht der sei, für den er sich aus­gibt
– Müller: „Ich bin weit­er­hin Ver­anstal­ter und Anmelder Chris­t­ian Müller. Aber als Ver­anstal­ter darf ich nicht mehr auftreten, als Anmelder darf ich nicht mehr auftreten, richtig?“
– Kastius beze­ich­net Schmidt als „Strohmann“
00:55:20
– aus dem was Müller sagt wird klar, dass er nach­wievor für POGIDA ver­ant­wortlich ist; über Hol­ger Schmidt ver­sucht er lediglich seinen Namen von der Öffentlichkeit fern zu hal­ten
00:56:35
– Müller fragt warum der Anmelder in der Presse immer bekan­nt ist und der Ver­anstal­ter aber nicht
– Müller redet wirr über Werder und das Baum­blüten­fest, Ver­anstal­ter
00:58:10
– Müller spricht davon, dass er Bor­dell-Betreiber und Escort-Ser­vice-Betreiber ist
– Kastius und Müller stre­it­en sich weit­er über die Unter­schei­dung Anmelder-Ver­anstal­ter
01:00:00
– Müller denkt, dass wegen ihm die Polizei Bran­den­burg sich wieder Wasser­w­er­fer anschaf­fen will
01:01:02
– Kastius mah­nt Müller an „etwas weit­er [zu] denken“ und geht dann zum „Fall Böh­mer­mann“ über, der genutzt würde um die Mei­n­ungs­frei­heit auszuhe­beln
01:02:25
– Müller: „Chris, wer ist denn der gesamte Ursprung von allem? […] Warum gehen Bürg­er­be­we­gun­gen auf die Straße, warum grün­det sich PEGIDA?“
– Kastius darauf: „Na ich denke die Juden, die Zion­is­ten, ne? […] Das Finanzju­den­tum, das hat­ten wir ja 1923 schon mal das Prob­lem. Und ich sehe, dass sich das hier alles ger­ade wieder­holt.“
– Müller: „Finanzju­den­tum hat damit nichts zu tun.“
– Kastius: „Na Rock­e­feller und wie sie alle heißen.“
– Müller: „Ich bin größer.“
– Kastius: „Wenn du größer wärst, dann hättest du jet­zt nicht diese Prob­leme mit der Jus­tiz. Dann wür­den sie es nicht wagen Klage zu erheben.“
– Müller: „Also wer bin ich denn?“
– Kastius: „Natür­liche Per­son oder juris­tis­che Per­son, kannste dir aus­suchen.“
– Müller: „Ne, wie du mich siehst. Wenn wir uns begeg­nen bin ich natür­lich. Sie wagen es nicht, richtig.“
01:04:25
– Müller sagt, dass es 2002 die let­zte Pres­sev­eröf­fentlichung über ihn gab
01:04:35
– Müller fragt, wann Osama bin Laden gestor­ben ist
– Kastius sagt, dass er schon viel früher gestor­ben sei, als bekan­nt gegeben wurde und dass bin Laden ein Pro­dukt der CIA sei
– Müller und Kastius reden über den 11. Sep­tem­ber 2001 und ob es ein Ter­ro­ran­schlag war oder nicht
01:06:30
– Müller sagt er war von 2002–2004 in Haft; 2002 sei er „unehren­haft“ beim Mil­itär ent­lassen wor­den wegen schw­er­er Kör­per­ver­let­zung, weil er einen ranghöheren Offizier verteidigt/beschützt hätte
– Müller gibt an 2006 vom Jus­tiz- und Vertei­di­gungsmin­is­ter sowie einem Mil­itärg­ericht Haftver­scho­nung erhal­ten zu haben und wieder ein­berufen wor­den zu sein; seine Frau (Keller) könne das bestäti­gen
– Ani­ka Keller dazwis­chen: „Hmhm, richtig.“
– Müller sagt jet­zt, dass er 2008 wegen eines Auf­trages aus der Haft ent­lassen wurde; dies hätte seine Frau (Keller) mit­bekom­men, die jet­zt „unter Eid und Schweigepflicht“ stünde; Keller darauf: „Richtig.“
01:08:00
– Müller: „2008 wurde ich ein­berufen von der Deutschen Bun­deswehr, 2002 wurde ich unehren­haft ent­lassen. Danach war ich bei der Polizei. Das kann man nach meinem Geburts­da­tum nachvol­lziehen.“
– Kastius: „Und der Auf­trag lautete ‚Ergrei­fung bin Ladens‘ oder auf was läuft das jet­zt hin­aus?“
– Müller: „Ausre­den lassen! Bei der Bun­deswehr wurde ich ent­lassen auf Grund mein­er schw­eren Vor­würfe. Und danach war ich bei der Polizei und danach bin ich in Haft gekom­men. Und danach wurde mir 2006 ein Deal ange­boten von der Bun­desjus­tizkam­mer, die es gar nicht gibt, diese Abkürzung. Weil sie jeman­den gesucht haben, der bei der Bun­deswehr genau so aus­ge­bildet wurde wie ich. Und dann haben sie gesagt ‚das gibts nicht‘. Und dann haben sie gesagt, dass sie mich ein­berufen kön­nen.“
01:09:20
– Müller: „Bin Laden wurde 2008 hin­gerichtet in Afghanistan. In seinem Haup­tquarti­er-Bunker, der gestürmt wurde von amerikanis­chen Sol­dat­en drei Stun­den nach Angriff eines deutschen Unterof­fiziers namens Chris­t­ian Müller. Darüber habe ich Stillschweigen zu bewahren und Schweigepflicht aus­ge­sprochen. Ich bin aus­ge­bilde­ter Scharf­schütze bei der Deutschen Bun­deswehr bis heute.“
– Keller im Hin­ter­grund: „Ja.“
– Müller: „Meine Frau hat sämtliche Schrift­stücke hier zu Hause.“
– Kastius: „Und der Angriff wurde von bin Laden befehligt, oder was?“
– Müller: „Nein, von … von dem amerik… der …  Bin Laden und … Bin Laden … Ich habe die gesamte Jus­tiz, ich habe den gesamten Besatzungsstatut damals 2004 gekippt. 2001 war die Ter­ror­nacht, am 11. Sep­tem­ber 2001. Dann wurde erk­lärt in allen Fernsehsendern ‚Krieg gegen den Ter­ror‘, richtig?“
– Müller redet weit­er über Spezialein­heit­en und wie der Ablauf nach dem 11. Sep­tem­ber war
– Kastius: „Warum haben die den erst 2008 gefun­den?“
– Müller: „[…] Und 2002 war ich mit mein­er Aus­bil­dung fer­tig. Bei der Deutschen Bun­deswehr. Als Scharf­schütze. Und da war immer noch das The­ma sehr präsent [evtl. sagt er „brisant“]. Osama bin Laden.“
01:12:05
– Müller sagt, dass er als „klein­er, nicht wahrgenommen­er Sol­dat“ damals gesagt hätte: „Ihr wollt bin Laden gar nicht fan­gen. Keine deutsche Regierung, keine US-Regierung und keine andere Regierung möchte ihn fassen.“
– Kastius: „Ja, weil wenn er gefasst wor­den wäre, hätte er vielle­icht Geheimnisse aus­ge­plaud­ert.“
– Müller: „Nein. Und dann haben sie mir, weil ich das gesagt habe, mein Leben damals zer­stört.“
– Müller gibt an, dass er dann auf mehrere Aus­land­sein­sätze geschickt wurde und „die“ gehofft hät­ten, dass er da umkommt
– er hat das alles sein­er Frau und anderen erzählt
01:14:20
– Müller gibt an, damals ange­boten zu haben Osama bin Laden lebend zu liefern „mit den Leuten, mit denen ich trainiert und aus­ge­bildet wurde, schaff ich es lebendig der US-Regierung zu über­stellen oder einem Europäis­chen Gericht­shof. USA ist nicht Europa. Das ist das Haupt­the­ma. Der Europäis­che Gericht­shof hat mit bin Laden gar nichts zu tun, kannst du nach­le­sen. Die haben ihre Annahme ver­weigert.“
– Kastius fragt nach, was dann passiert sei; Müller erwidert: „Gar nichts“, und dass er unter Druck geset­zt wurde und „unehren­haft“ ent­lassen wurde
– Müller: „Ich denke, dass das eine Intrige war. Am Bahn­hof, wo mein Oberof­fizier ange­grif­f­en wurde. Ich bin Unterof­fizier der Deutschen Bun­deswehr. Hab meine Dien­ste fürs Land getan, hab mich … die Pflichtzeit durchgemacht […] Bin Unterof­fizier bis heute.“
– Keller: „Ja.“
– Müller redet weit­er über Bun­deswehr und dass er das alles beweisen kön­nte etc.; er gibt an, dass „seine Leute“ ihren Dienst eben­falls quit­tiert hät­ten, weil Müller ent­lassen wurde
01:17:00
– Müller redet wieder über Osama bin Laden
– er gibt an 2006 in der JVA Cot­tbus gewe­sen zu sein, wegen Kör­per­ver­let­zung; er hätte sich aus Notwehr gegen 30 Leute vertei­digt, die ihn, seine Frau (Keller) und seine Schwiegermut­ter angreifen woll­ten; die Polizei hätte ihn wegen sein­er Aus­bil­dung als Scharf­schütze festgenom­men
– die Presse hätte darüber nichts geschrieben
– Müller erzählt wieder, wie er 2006 von der Bun­deswehr und vom Vertei­di­gungsmin­is­ter und Jus­tizmin­is­ter (er redet dies­mal direkt von Volk­mar Schöneb­urg, Jus­tizmin­is­ter des Lan­des Bran­den­burg 2009–2013) „aus­gelöst“ wurde
– daraufhin hätte er den Auf­trag bin Laden zu töten bekom­men, weil er nicht mehr zu kon­trol­lieren gewe­sen sei
– Müller fan­tasiert weit­er über bin Laden und wie er zwis­chen 2006 und 2008 auf diesen Ein­satz vor­bere­it­et wurde
01:21:17
– Müller sagt, dass es deswe­gen keine Dat­en über ihn aus dem Zeitraum geben würde
– „Chris­t­ian Müller“ würde auch im Moment nicht existieren, da es „keine Meldean­schrift in Pots­dam und und und“ geben würde
01:21:55
– Müller: „Ja und dann kam mein Auf­trag, ihn zu liq­ui­dieren.“
– Kastius: „Und das hast du 2008 gemacht?“
– Müller: „Nein. Wir hat­ten mehrere Ter­rorkom­man­dos der Deutschen Bun­deswehr, sind einge­fahren und sämtliche amerikanis­che Agen­ten sind gestor­ben. Und dann haben sie gesagt ‚lassen sie mal das Groß­maul Chris­t­ian Müller ran‘.“
– Müller fan­tasiert weit­er und sagt: „Ich habe dann den Auf­trag angenom­men.“
– Kastius: „Nu lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen.“
01:23:35
– Müller: „Und dann hat­te ich bin Laden das allererste mal im Zielfer­n­rohr zu sehen und hab ihn abge­dr… hab ihn im Zielfer­n­rohr gese­hen, hab seine Body­guards gese­hen, aber ich hat­te bin Laden in freier Schus­slin­ie. Abgek­nallt. Weil ich Schuss­freiga­be hat­te. Alles Ter­ror­is­ten. Aus­ge­führt bestätigt. Und danach wur­den Amerikan­er geschickt, um meine Ein­heit auszu­radieren. Von 24 Leuten.“
– Kastius: „[…], um Zeu­gen zu ver­nicht­en oder was?“
– Müller: „24 deutschen Sol­dat­en, aus­ge­bildet unter meinem Aus­bilder, unter meinem Kom­man­do geschickt, habe ich drei nur zurück gebracht. Und daran knab­ber ich bis heute, und das kannst du meine Frau fra­gen.“
– Kastius fragt warum sie ihn (Müller) haben leben lassen, dieser erwidert: „Weil ich raus­gekom­men bin, du Idiot.“
– Müller fan­tasiert weit­er über diesen „Ein­satz“ und erzählt „die Wahrheit“
01:26:10
– Müller erzählt über den Auf­bau ein­er Scharf­schützen-Ein­heit
01:26:36
– Kastius glaubt das alles offen­bar: „Langsam, glaube ich, däm­mert es mir. Ihr habt ent­ge­gen dem Auf­trag der Amis bin Laden umge­bracht, obwohl die Amis woll­ten, dass bin Laden weit­er­lebt.“
– Müller darauf: „Nein, du ver­stehst es nicht. Wer hat bin Laden getötet in der Pressemit­teilung?“
– Kastius: „Die Amerikan­er.“
– Müller: „Richtig, damit die dann gut da ste­hen.“
– Kastius: „Es ging nur um Helden­tum, so ein scheiß. Und dafür wer­den Men­schen getötet.“
– Müller: „Es ging nicht um Helden­tum. Ich habe mich mit dem Volk unter­hal­ten.“
– Müller fan­tasiert weit­er und erzählt wie er „da raus gekom­men“ ist; er könne die Dör­fer und Dor­fäl­testen benen­nen
01:28:37
– Kastius denkt, dass Müller eigentlich nicht am Leben sein sollte und durch seine Öffentlichkeit bei POGIDA er jet­zt wieder auf­fällt
– Müller sagt, dass er nie ein Pseu­do­nym benutzt hätte; „Mario“ hinge­gen (von BÄRGIDA) würde eins benutzen und Müller und Keller ken­nen auch den richti­gen Namen
– Müller gibt an, dass „Mario“ ihn bei Koop­er­a­tions­ge­sprächen mit der Polizei begleit­et hätte und ihn überzeugt hätte „weit­er zu kämpfen“
01:30:15
– Müller: „Meine Leute sind die fähig­sten Leute, die den ich das zu ver­danken habe, dass ich mit dir tele­fonieren darf. Ver­stehste? Und ich danke allen bei­den dafür, dass ich hier sitze. Und wir sind aus dem Krieg raus­gekom­men und haben uns im Flieger gefragt, ob das die Tat für Deutsch­land war, weil wir vom Volk bin Laden geschützt wur­den. Weil wir Deutsche waren.“
– Müller fan­tasiert über den Vertei­di­gungsmin­is­ter und seinen Ein­satz
– Kastius fragt nach, ob die Dorf­be­wohn­er wussten, dass sie bin Laden getötet haben und ob sie sich mit Zivilk­lei­dung getarnt hät­ten; Müller darauf: „Wir hat­ten Bun­deswehr-Sachen an, weil es war ja ein Bun­deswehr-Ein­satz.“
– Kastius: „Ihr seid in Bun­deswehrk­lam­ot­ten in das Dorf rein? Unglaublich.“
– Müller: „Ja. Deutsch­land. Friedens­mis­sion haben wir denen verk­lick­ert! […]“
– Kastius: „Das scheinen ja richtige Hin­ter­wäldler zu sein.“
– Müller: „Nein, unter­schätz die nicht!“
– Müller erzählt wie amerikanis­che Sol­dat­en afghanis­che Frauen verge­waltigt und hin­gerichtet wur­den und dass bin Laden ein guter gewe­sen sei
– Müller erzählt weit­er wirr über Afghanistan und einen afghanis­chen Aus­tauschstu­den­ten, über bin Laden und dessen Nach­fol­ger, über die Weltwirtschaft­skrise, über seinen Ein­satz und seine Flucht etc.
01:42:20
– Kastius gibt an, damals (vor 10 Jahren) damit ange­fan­gen zu haben zu bestre­it­en, dass Deutsch­land ein sou­veränes Land sei und dass er mit Horst Mahler den Holo­caust in Frage gestellt hat
01:42:55
– Kastius fragt Müller, ob dieser ihm am Mon­tag (18.04.2016) den Rück­en frei­hal­ten könne, wenn Curd Schu­mach­er auf­taucht; daraufhin lacht Müller
– Müller und Kastius reden wieder über Schu­mach­er
01:44:15
– Müller sagt, dass er und seine Frau (Keller) Kastius gerne ein Inter­view geben wür­den
– Müller bietet Kastius Bilder an von Schu­mach­er, die diesen Zeigen, wie er Dro­gen kon­sum­iert
– Müller redet wieder zusam­men­hang­los über Schu­mach­er, Lutz Bach­mann, einen Hooli­gan, BÄRGIDA etc…

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