24. Juli 2013 · Quelle: Antifa Camp Ravensbrück

Solierklärung des Antifa-Camps Ravensbrück

Das Antifa Camp Ravensbrück solidarisiert sich mit den hungerstreikenden Flüchtlingen in Eisenhüttenstadt und fordert ein Ende der unmenschlichen, systematischen und rassistischen Abschiebepraxis

Wir, das Antifa Camp Ravens­brück, sol­i­darisieren uns mit den hunger­streik­enden Flüchtlin­gen in Eisen­hüt­ten­stadt und fordern ein Ende der unmen­schlichen, sys­tem­a­tis­chen und ras­sis­tis­chen Abschiebeprax­is. Die Ver­ant­wortlichen müssen ihre Hin­hal­te­tak­tik aufgeben und endlich auf die Forderun­gen der Geflüchteten einge­hen! Seit dem Suizid von Dja­maa Isu Ende Mai ste­ht der Abschiebek­nast Eisen­hüt­ten­stadt wieder im Fokus der öffentlichen Kri­tik. Bei ein­er Sol­i­dar­itäts­de­mo gab es den unter­stützenswerten Ver­such, die inhaftierten Men­schen zu befreien. In diesem Knast wer­den Men­schen fest­ge­hal­ten, ein­fach nur weil sie nicht den „richti­gen“ Pass besitzen. Mit einem Hunger­streiks machen nun mehrere Flüchtlinge seit über ein­er Woche erneut auf die unhalt­baren Zustände aufmerk­sam. Ihr Zus­tand ist mit­tler­weile lebens­bedrohlich. Wir unter­stützen die Streik­enden in all ihren Forderun­gen, zu denen die Aufhe­bung der Haft, ein fair­er Zugang zu einem unbürokratis­chen Asylver­fahren, der freie Zugang zu extern­er, unab­hängiger medi­zinis­ch­er und psy­chotrau­ma­tis­ch­er Ver­sorgung, ein freier und kosten­los­er Rechtss­chutz sowie der Zugang zu unab­hängi­gen Dolmetscher_innen gehören. Es kotzt uns an, dass Geflüchtete wie Men­schen zweit­er Klasse behan­delt und mit ras­sis­tis­chen Son­derge­set­zen drangsaliert wer­den. Viele von ihnen sind trau­ma­tisiert – was sie hier in Deutsch­land aber erwartet ist nicht etwa Unter­stützung und psy­chol­o­gis­che Betreu­ung son­dern Aus­gren­zung und ras­sis­tis­che Het­ze und zwar nicht nur von den ein­deutig Recht­en, son­dern auch aus der soge­nan­nten bürg­er­lichen Mitte oder staatlichen Insti­tu­tio­nen wie der Polizei. Wir sind sol­i­darisch mit allen kämpfend­en Flüchtlin­gen! Ihre Forderun­gen sind berechtigt. Abschiebeknäste sind unmen­schlich und gehören ersat­z­los abgeschafft. Die Beschäf­ti­gung mit der faschis­tis­chen, deutschen Ver­gan­gen­heit reicht nicht aus, struk­tureller Ras­sis­mus ist immer noch vorhan­den und muss endlich aus den (deutschen) Behör­den, Geset­zen und allen Köpfen ver­schwinden! No bor­ders! No nations! Stop the depor­ta­tion! Kein Men­sch ist ille­gal! Ravens­brück, 23.07.2013 Das Plenum des Antifa Camp Ravens­brück 2013

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