25. September 2011 · Quelle: Gutscheinboykott

Spendet für den Gutscheinboykott in Hennigsdorf!

Antirassistischer Protest in Oberhavel: Streikkasse muss aufgefüllt werden

Seit Juni bestreiken Flüchtlinge in Hen­nigs­dorf (Land­kreis Ober­hav­el) das dort noch immer existierende Gutschein­sys­tem. Um den Boykott auch im Okto­ber aufrecht erhal­ten zu kön­nen brauchen wir neue Spenden. Auch
kleine Beträge helfen und unter­stützen die Proteste!

Spendenkon­to:

Fördervere­in des Bran­den­bur­gis­chen Flüchtlingsrats e.V.,
Mit­tel­bran­den­bur­gis­che Sparkasse Pots­dam,
Kon­to Nr.: 350 1010 000,
BLZ: 160 500 00,
Wichtig: Mit dem Kennwort„Hennigsdorf“ als Ver­wen­dungszweck.

Bis zum jet­zi­gen Zeit­punkt kann der Boykott einige Erfolge verze­ich­nen: Das The­ma Gutscheine und Asylpoli­tik ist ein Dauerthe­ma im Land­kreis gewor­den, wir kon­nten im Juni einen Kreistags­beschluss für die Umstel­lung auf Bargeld erwirken (an den sich die Ver­wal­tung lei­der nicht hal­ten muss und dies auch nicht tut) und der Kreistag wird sich Ende Sep­tem­ber erneut mit dem The­ma befassen.

Die Kreisver­wal­tung ste­ht unter starkem Druck und reagiert mit vie­len kleinen Zugeständ­nis­sen, wie der Erhöhung des Bargel­dan­teils in den Leis­tun­gen für Flüchtlinge von 40 auf 70 Euro, der Öff­nung des Gemein­schaft­sraums im Flüchtling­sheim oder dem Bau eines Kinder­spielplatzes auf dem Gelände des Heims. Diese Schritte verbessern
zwar das Leben im Heim punk­tuell, ändern jedoch nichts am zen­tralen Anliegen der Proteste: der Auszahlung von Bargeld statt Gutscheinen!

Im Land Bran­den­burg ste­ht die Ver­wal­tung von Ober­hav­el zunehmend isoliert da. Die Lan­desregierung emp­fahl mehrfach die Umstel­lung auf Bargeld. So wur­den im Sep­tem­ber und wer­den per­spek­tivisch im Okto­ber, zwei weit­ere Land­kreise in Bran­den­burg auf die Auszahlung der Sozialleis­tun­gen in Bargeld umstellen – erk­lärter­maßen auch auf­grund der Auseinan­der­set­zung in Ober­hav­el! Damit verbleiben inklu­sive Ober­hav­el noch 4 Land­kreise in Bran­den­burg, die diese diskri­m­inierende Prak­tik anwen­den.

Jet­zt gilt es den Druck auf die Ver­wal­tung aufrecht zu erhal­ten, bis die Gutscheine auch in Ober­hav­el abgeschafft sind!

Die boykot­tieren­den Flüchtlinge haben entsch­ieden, dass eine Gruppe beste­hend aus 10 Men­schen aus ver­schiede­nen Regio­nen der Erde sym­bol­isch für alle Flüchtlinge den Boykott unbe­fris­tet fort­set­zen wird. Die
mehrheitliche Zusam­menset­zung der Gruppe soll wech­seln, doch zwei Per­so­n­en sind und bleiben darunter, die bere­its seit dem 1. Juni die Gutscheinan­nahme ver­weigern.

Für Sep­tem­ber ist die Ver­sorgung durch Spenden noch sichergestellt. Für eine Fort­set­zung im Okto­ber und gegebe­nen­falls darüber hin­aus brauchen wir jedoch drin­gend weit­ere Spenden!

Last but not least wollen wir uns bei allen Unterstützer_innen für die großzügi­gen Spenden bedanken, die uns seit Juni erre­icht haben.

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