29. September 2007 · Quelle: Antimilitaristische Initiative Potsdam

Tag der deutschen Reserve Truppen

Heute wurde in ganz Deutsch­land das beste­hen von reserve Trup­pen für den
Kampfein­satz gefeiert. Der Tag der Reservis­ten wurde in Pots­dam u.a. von der
Reservis­tenkam­er­ad­schaft “Großer Kur­fürst” organ­isiert die nicht nur im Namen an
die mil­itärische Tra­di­tion Preußens errin­nert.
Das der berühmte Gen­er­al und Innen­min­is­ter Jörg Schön­bohm aktives Mit­glied des
ganzen ist muss wohl nicht­mehr erwäh­nt wer­den.

Trotz des Regen trafen sich aber ein paar Antim­il­taris­ten in Pots­dam um das
(Werbe-)treiben der Bun­deswehr nicht unkom­men­tiert zu lassen. So gab es eine kleine
Tran­spi­ak­tion und viele Flug­blät­ter für die Men­schen in den Einkauf­sstraßen.
Als die Flug­blät­ter zur Neige gin­gen und die Polizei immer auf­dringlich­er wurde
ver­ließen sie den Platz am Bran­den­burg­er Tor und zogen weit­er Infor­ma­tio­nen
verteilend die Bran­den­burg­er Straße lang.

Für alle die nicht da sein kon­nten hier das Flug­blatt und ein kleines Bild der
Aktion.

Lasst den kriegerischen Bestre­bun­gen von Bun­deswehr und kriegsver­her­rlichen­den
Vere­inen keinen Raum.

Schmeißt die Wer­ber aus den Arbeit­sämtern.

Für eine Welt ohne Mil­itärs!

Die Mil­itärs ste­hen noch bis 18 Uhr auf dem Luisen­platz in Pots­dam! Kommt
vor­bei und seit kreativ.

Flug­blatt:

Den Reservis­ten die Par­ty ver­miesen!

Krieg bleibt Krieg! — und Mord bleibt Mord!

In Zeit­en von Aus­land­sein­sätzen und kriegerischen Inter­ven­tio­nen scheint es nor­mal
zu sein, diese und eine um sich greifende Mil­i­tarisierung zu feiern! So ver­sam­meln
sich heute der “Reservis­ten­ver­band der Bun­deswehr des Lan­des Bran­den­burg”,
zahlre­iche Promi­nente und Poli­tik­er, sowie “Reservemit­glied” und “Gen­er­al-Urgestein”
Jörg Schön­bohm am Bran­den­burg­er Tor. Die Ver­anstal­tung läuft unter der
Schirmherrschaft des Pots­damer Ober­bürg­er­meis­ters Jann Jakobs, der sich anscheinend
für nichts und nie­man­den zu schade ist.

Frau Merkel stellt sich UN Sicher­heit­srat uneingeschränkt an die Seite von US
Ameri­ka und Frankre­ich und erk­lärt damit dem Iran indi­rekt den Krieg. Weit­er
vertei­di­gen deutsche Mil­itär Ver­bände am Hin­dukusch die “Sicher­heit” eines weit
ent­fer­n­ten Lan­des. Bess­er gesagt die Sicher­heit der deutschen Ölre­ser­ven. So wer­den
Kriege um die knap­per wer­den­den Ressourcen damit begrün­det das in den betr­e­f­fend­en
Län­dern ein “Demokratiede­fiz­it” herrscht. Das ganze erin­nert zynisch an die Zeit der
Kreuz­züge wo die richtige Reli­gion (mil­itärisch) ver­bre­it­et wurde.

Im eige­nen Land zwingt man weit­er junge Män­ner ins Mil­itär um die “Bun­deswehr weit­er
im Bewusst­sein der Bevölkerung zu ver­ankern”.
So muss auch noch 2007 manch­er Kriegs­di­en­st/- Totalver­weiger­er mit Geld- und
Frei­heitsstrafen rech­nen. Obwohl es notwendig ist zu Ver­weigern um nicht die Prof­it-
und Wirtschaftsin­ter­essen mil­itärisch durch zu set­zen. Auch vier Kriegs­geg­n­er wer­den
derzeit als ange­bliche Ter­ror­is­ten ver­fol­gt, weil sie ver­sucht haben sollen die
kriegerische Prax­is des deutschen Mil­itärs aktiv zu
(zer-)stören. Ist es nicht ver­w­er­flich das Paz­i­fis­mus in diesem Land immer noch
gegen gel­tendes Recht ver­stößt?

Ob im Kose­vo, dem Kon­go oder in Afghanistan: Kriege dienen dazu wirtschaftliche und
poli­tis­che Inter­essen durch zu set­zen.
Der poli­tis­chen Prax­is Sol­dat­en und ihre Kriege als friedens­brin­gend zu beschöni­gen
muss heftigst wider­sprochen wer­den. So hat doch kein Men­sch Geschlechtsverkehr um
seine Jungfräulichkeit zu bewahren.

Schallte in Deutsch­land vor 60 Jahren noch ein “Nie wieder Krieg” haben wir derzeit
eine der mod­ern­sten Angriffs und Inter­ven­tion­sarmeen + die drittgrößte
Waf­fenin­dus­trie der Welt. Weit­er ste­ht diese “Parlaments“armee derzeit in 8
kriegerischen Kon­flik­ten auf der ganzen Welt Fuß am Gewehr. Wieviel müssen es noch
wer­den bevor die deutsche Öffentlichkeit gegen sie und die Schwemme von beflag­gten
Sär­gen protestiert? Müssen wir uns nicht fra­gen ob wir nicht schon längst östlich
der Oder ste­hen wür­den wenn es dort Öl und prof­itträchtige Aufträge für unsere
Wirtschaft gebe?

Während nun in allen Kriegen Men­schen durch unsere Waf­fen ster­ben übt der
Bran­den­burg­er “Reservis­ten­club” das Schießen um auch ja nicht aus der mörderischen
Prax­is zu kom­men. Dabei sollte auch nicht vergessen wer­den, dass solche Vere­ine die
Mil­i­tarisierung der Gesellschaft favorisieren und mit Namen wie “Der große Kur­fürst”
klar in ein­er kriegstreiben­den Preußis­chen Tra­di­tion ste­hen wollen.

Wir jugendlichen haben keine Lust als bil­liges Kanonen­fut­ter her­hal­ten zu müssen.
Wir wollen Leuten die Krieg, Gewalt und Tod ver­harm­losen etwas ent­ge­genset­zen.

Wir wollen Per­spek­tiv­en in ein­er friedlichen Welt ohne Aus­beu­tung durch die
Wirtschaft. Wir wollen ein selb­st­bes­timmtes und freies Leben.

Kriegstreibern das Mikro auss­chal­ten!

Frei­heit für die Anti­mil­i­taris­ten!
Die Bun­deswehr sofort auflösen!
Den Kap­i­tal­is­mus und seine mörderische Prax­is abschaf­fen!

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