5. August 2003 · Quelle: MAZ

Tatorte Prignitz und Eberswalde

Prig­nitz: Tätliche Angriffe durch Mit­glieder der recht­en Szene

Am Sam­stag- und Son­ntag­mor­gen kam es beim Dorffest in Quitzö­bel zu zwei
tätlichen Auseinan­der­set­zun­gen. Von ein­er Straftat erhielt die Polizei am
Sam­stag, von der anderen Straftat am Son­ntag Ken­nt­nis. In bei­den Fällen
wurde jew­eils ein junger Mann aus dem Land­kreis Prig­nitz durch Fußtritte ins
Gesicht bzw. durch Fußtritte und Schläge schw­er ver­let­zt. Die bei­den
Geschädigten mussten zur sta­tionären Behand­lung in ein Kranken­haus
eingewiesen wer­den. Durch die zuständi­ge Staat­san­waltschaft Neu­rup­pin wurde
die Leitung der Ermit­tlun­gen vor Ort über­nom­men.

Im Ergeb­nis gemein­samer inten­siv­er Ermit­tlun­gen der Staat­san­waltschaft
Neu­rup­pin und der aus der Krim­i­nalpolizei des Polizeiprä­sid­i­ums Pots­dam und
der Kripo des Schutzbere­ich­es Prig­nitz gebilde­ten Ermit­tlungs­gruppe kon­nten
in bei­den Fällen die Täter, die aus dem Land­kreis Prig­nitz stam­men,
ermit­telt wer­den. Die bei­den Beschuldigten im Alter von 22 und 26 Jahren
sind der recht­en Szene zuzuord­nen und ein­schlägig polizeilich bekan­nt.

Der 26-jährige Beschuldigte Dani­lo L. äußerte sich nicht zum Tatvor­wurf.
Gegen ihn wurde bere­its am 03.08.2003 entsprechend des Antrages
der­Staat­san­waltschaft Neu­rup­pin durch das Amts­gericht Per­leberg Haft­be­fehl
wegen ver­sucht­en Totschlages erlassen. Gegen den zweit­en Beschuldigten, den
22-jähri­gen Ronald Sch. wurde heute

durch die Staat­san­waltschaft Neu­rup­pin wegen gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung
und Bedro­hung Haft­be­fehl beantragt. Der 22-Jährige hat­te Zeu­gen und
Dorf­be­wohn­er­mit den Worten: “Wer aus­sagt, der stirbt” bedro­ht. Die
Ermit­tlun­gen von Staat­san­waltschaft und Krim­i­nalpolizei des PP Pots­dam
dauern weit­er an.

Pots­dam: Haft­be­fehl gegen weit­eren recht­en Schläger

Gegen den zweit­en Beschuldigten, den 22-jähri­gen Ronald Sch. aus dem
Land­kreis Prig­nitz, der gle­ich­falls der recht­en Szene zuzuord­nen und
ein­schlägig polizeilich bekan­nt ist, wurde am Mon­tag durch das Amts­gericht
Per­leberg Haft­be­fehl wegen gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung und Bedro­hung
erlassen und verkün­det.

Wie ver­meldet war es in den frühen Mor­gen­stun­den des ver­gan­genen Sam­stags
(2. August) beim Dorffest in Quitzö­bel zu zwei tätlichen
Auseinan­der­set­zun­gen gekom­men, wobei zwei junge Män­ner aus dem Land­kreis
Prig­nitz durch Fußtritte und Schläge schw­er ver­let­zt wor­den waren.

Eber­swalde (BAR): Auseinan­der­set­zung unter Jugendlichen

Am Sonnabend­nach­mit­tag kam es zunächst zu ein­er ver­balen Auseinan­der­set­zung
zwis­chen ein­er Gruppe von neun deutschen und sechs rus­sis­chsprachi­gen
Jugendlichen an ein­er Baustelle in der Anger­mün­der Straße, Am
Oder-Hav­el-Kanal. Offen­sichtlich auf Grund man­gel­nder
Ver­ständi­gungsmöglichkeit­en eskalierte die Auseinan­der­set­zung, und die
rus­sis­chsprachi­gen Jugendlichen bewar­fen die deutschen Jugendlichen mit
Schrauben und Mut­tern, die sie auf der dor­ti­gen Baustelle fan­den. Dabei
wur­den zwei 16- und ein 14-Jähriger ver­let­zt. Im Zuge der
Nah­bere­ichs­fah­n­dung kon­nten noch vier Jugendliche fest­gestellt wer­den. Die
Krim­i­nalpolizei führt die weit­eren Ermit­tlun­gen.

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