1. März 2005 · Quelle: Barnimer Aktionsbündnis gegen Gentechnik

Veranstaltung zum Genmais in Liebenwalde

Was hat es mit den geplanten Freiset­zun­gen gen­tech­nisch verän­dert­er
Maispflanzen in Neuhol­land auf sich?

BT-Mais pro­duziert seine Insek­tizide selb­st und wehrt damit seine Fraßfeinde
ab. Die Gen­tech­nik hat grund­sät­zlich neue Wege im Pflanzen­schutz eröffnet.
Wenn es funk­tion­iert, kön­nten chemis­che Pflanzen­schutzmit­tel einges­part und
die Umwelt ent­lastet wer­den. BT-Mais mit gen­tech­nisch ver­mit­tel­ter
Insek­ten­re­sistenz wird bere­its großflächig ange­baut. Und auch in der EU sind
solche Mais­sorten bere­its zuge­lassen.
Und wenn es nicht funk­tion­iert?

Bish­er wurde in der freien Natur noch kein Schädling gefun­den, der gegen
Bt-Pflanzen resistent ist, während im Labor solche resisten­ten Insek­ten
bere­its iden­ti­fiziert wur­den. In der Prax­is muss in den USA beim Anbau von
Gen-Mais neben einem Feld mit Bt-Mais immer ein Streifen der sel­ben Sorte
ohne dieses Gen ange­baut wer­den. Diese Auswe­ich­pflanzen sollen
nichtre­sisten­ten Insek­ten das Über­leben ermöglichen und ver­hin­dern, dass die
gesamte Insek­ten­pop­u­la­tion gegen das Gift resistent wird.
Eine neue Studie hat nun jedoch gezeigt, dass auch einige der
Auswe­ich­pflanzen das Bt-Gift her­stell­ten. Dies kön­nte die
Resisten­zen­twick­lung bei den Insek­ten erhe­blich beschle­u­ni­gen.

Die Bew­er­tung der Sicher­heit

Lebens­mit­tel aus gen­tech­nisch verän­derten Pflanzen müssen sich­er sein — son­st
dür­fen sie nicht zuge­lassen wer­den. Doch das ist ein­fach­er gesagt als getan.

Wie andere Lebens­mit­tel auch sind gen­tech­nisch verän­derte oder andere
neuar­tige Lebens­mit­tel kom­plexe Mis­chun­gen aus Hun­derten, oft Tausenden
ver­schieden­er Sub­stanzen in wech­sel­nden Anteilen.

Ein absoluter Sicher­heits­be­weis ist bei Lebens­mit­teln nicht möglich — das
gilt für kon­ven­tionelle wie für solche aus gen­tech­nisch verän­derten Pflanzen
oder Organ­is­men.

Wird die Grüne Gen­tech­nik genutzt, ist eine hun­dert­prozentige “GVO-Frei­heit”
kaum noch erre­ich­bar. Die Natur ist ein offenes Sys­tem: Es ist unmöglich,
dass zwei Wel­ten — eine mit, eine ohne Gen­tech­nik — voll­ständig getren­nt
nebeneinan­der existieren. Wer­den bei ein­er Pflanzenart gv-Sorten ange­baut,
dann sind min­i­male GVO-Beimis­chun­gen tech­nisch unver­mei­d­bar. Heute sind in
vie­len mais- oder soja­halti­gen Lebens­mit­tel GVO-Spuren nach­weis­bar — auch in
Öko­pro­duk­ten.

Zur Diskus­sion um die neue Tech­nolo­gie laden Bündnis90/DIE GRÜNEN am
Don­ner­stag, den 3.3.05 um 19.00h in die Tenne des Bauern­mark­tes Ober­hav­el
nach
Schmacht­en­hagen.

Es disku­tieren mit:

- Cor­nelia Behm, grüne Bun­destagsab­ge­ord­nete aus Bran­den­burg, Mit­glied des Auss­chuss­es für Ver­brauch­er­schutz, Ernährung und Land­wirtschaft

- Thomas von Gizy­c­ki, Moleku­lar­biologe und grün­er Kreistagsab­ge­ord­neter

- Kreis­bauern­ver­band (ange­fragt)

- Natur­park Barn­im (ange­fragt)

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