2. April 2006 · Quelle: TAZ

Was macht eigenlich … Sven Petke?

Fragt man den ein oder anderen Bran­den­burg­er nach Sven Petke, ist die Antwort nicht sel­ten ein Augen­rollen. “Sven Petke? Ist das nicht der, der ?”

Genau dieser ist Sven Petke, das Enfant Ter­ri­ble der märkischen Union. Bestens bekan­nt ist er zum Beispiel dem bran­den­bur­gis­chen Bil­dungsmin­is­ter Hol­ger Rup­precht (CDU). Der hat gegen den Gen­er­alsekretär der bran­den­bur­gis­chen CDU sog­ar schon Strafanzeige erstat­tet. Der Grund: Petke soll einen Schulleit­er einen “kleinen ver­schisse­nen Beamten” genan­nt haben.

Nun hat Petke seinem Namen wieder ein­mal alle Ehre gemacht. In einem Zeitungsin­ter­view antwortete er auf die Frage nach dem Wort­laut der deutschen Nation­al­hymne mit “Deutsch­land, Deutsch­land über alles”.

Während sich der Koali­tion­spart­ner noch zurück­hält, haben die Grü­nen bere­its reagiert. Er könne sich kaum vorstellen, dass hin­ter Petkes Patzer nicht Meth­ode stecke, meinte Grü­nen-Chef Axel Vogel.

Der Mann hat Recht — und zugle­ich auch nicht. Schließlich ist Petke nicht nur der Pop­ulist der bran­den­bur­gis­chen CDU, son­dern auch ihr Rit­ter der tragis­chen Gestalt. Sein Enfant-Ter­ri­ble-Sein kostete Petke immer­hin schon eine mögliche Nach­folge für den CDU-Lan­desvor­sitzen­den Jörg Schön­bohm.

Trau­rig auch, dass Petke pop­ulis­tisch Wass­er predigt und pri­vat lieber Wein trinkt. Lange näm­lich lebte Petke, der Mann für Recht und Ord­nung, in wilder Ehe — mit der CDU Bun­destagsab­ge­ord­neten Kathe­ri­na Reiche.

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