2. März 2019 · Quelle: FAU Potsdam / Linksjugend ['solid] / Women in Exile

Wir fordern ein menschenwürdiges Leben für alle!”

FAU Potsdam, Women in Exile und Linksjugend ['solid] rufen zur Demonstration zum 8. März um 12.00Uhr ab Potsdam Hauptbahnhof auf

Noch immer erfahren Frauen* in ihrem All­t­ag sex­uelle Über­griffe, sie wer­den über­durch­schnit­tlich oft Opfer von häus­lich­er Gewalt, sehen sich absur­den Schön­heit­side­alen aus­ge­set­zt und dür­fen nicht selb­st über ihre Sex­u­al­ität und ihren Kör­p­er entschei­den. Mit dem gesamt­ge­sellschaftlichen Recht­sruck und ein­er antifem­i­nis­tis­chen AfD in den Par­la­menten bre­it­en sich reak­tionäre Geschlechter- und Fam­i­lien­bilder aus und schränken Frauen* und Mäd­chen* in ihrer Lebens­gestal­tung ein. Sor­gende und schlecht bzw. gar nicht bezahlte Tätigkeit­en wie kochen, putzen und pfle­gen gel­ten auch 2019 noch als typ­is­che Frauen*arbeiten und erfahren wenig gesellschaftliche Wertschätzung. Wie das Sta­tis­tis­che Bun­de­samt in ihrer Zeitver­wen­dungser­he­bung 2012/2013 ermit­telte, leis­ten Frauen zwei Drit­tel ihrer Arbeit unbezahlt, Män­ner weniger als die Hälfte.

Wir sol­i­darisieren uns mit der fem­i­nis­tis­chen Streik­be­we­gung, die in den let­zten Jahren unter anderem in Argen­tinien, dem Iran und Spanien auf sex­is­tis­che Ver­hält­nisse aufmerk­sam gemacht hat. Das bun­desweite Frauen*streikbündnis in Deutsch­land ruft alle Frauen dazu auf, am 08.03. alle bezahlte und unbezahlte Arbeit niederzule­gen. Mit dem Mit­tel des poli­tis­chen Streiks wollen Frauen* in ganz Deutsch­land für eine Über­win­dung der Arbeits- und Lebensver­hält­nisse stre­it­en, welche die Grund­lage für die Unter­drück­ung von Frauen* bieten. Es geht also nicht nur um eine Tar­i­fau­seinan­der­set­zung mit den eige­nen Arbeitgeber*innen. Stattdessen soll an diesem Tag für die Über­win­dung der patri­ar­chalen und kap­i­tal­is­tis­chen Gesellschaft gestrit­ten wer­den.

Es geht deshalb nicht nur darum, im Kleinen zu entschei­den, wer den Abwasch macht, son­dern darum, zu debat­tieren, wie die gesellschaftlich notwendi­ge Arbeit geregelt wer­den soll. Und es geht uns auch nicht darum, dass Frauen* weniger Hausar­beit leis­ten müssen, um endlich auch lohnar­beit­en gehen zu kön­nen.

Wir fordern eine radikale Arbeit­szeitverkürzung! Wir fordern eine grundle­gende Umverteilung von Haus- und Sorgear­beit! Wir fordern ein men­schen­würdi­ges Leben für alle!

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