2. März 2019 · Quelle: Chekov

Hakenkreuz-Schmierereien am Chekov in Cottbus

In der Nacht vom 21. auf den 22. Februar 2019 wurde das Cottbuser Chekov einmal mehr das Ziel von Schmierereien mit offenkundig nationalsozialistischem Bezug.

In der Nacht vom 21. auf den 22. Feb­ru­ar 2019 wurde das Cot­tbuser Chekov ein­mal mehr das Ziel von Schmier­ereien mit offenkundig nation­al­sozial­is­tis­chem Bezug. Dabei wurde das Gebäude des Vere­ins an mehreren Stellen mit Hak­enkreuzen besprüht, darunter etwa an der Ein­gangstür im abges­per­rten Vorhof des Clubs und am Dachaufbau.
Auch ein Graf­fi­ti, das als Mah­n­mal gegen den Holo­caust, Krieg und Faschis­mus fungiert, wurde auf der Seite zum Strom­badgelände hin verun­stal­tet. Die Polizei war vor Ort und es wurde Anzeige gegen Unbekan­nt erstattet.
Die Mit­glieder des Vere­ins zeigen sich entrüstet über diesen böswilli­gen Akt des Van­dal­is­mus und lassen sich nach wie vor von der­ar­ti­gen Attack­en nicht einschüchtern.
„Das Chekov ist und bleibt ein friedlich­er Ort der Zusam­menkun­ft für alle Men­schen, die für Vielfältigkeit und ein wohlwol­len­des Miteinad­er ein­ste­hen. Umso trau­riger stimmt es, dass rechts­gerichtete Anfein­dun­gen dieser Art immer wieder das gemein­nützige Ansin­nen des Clubs angreifen und auch all­ge­mein ein zunehmend gesellschaftlich­es Prob­lem darstellen.“, so der Press­esprech­er des Vere­ins, Sebas­t­ian Fuchs.
Das Chekov war bere­its des Öfteren Ziel rechts-motiviert­er Angriffe, die auch schon gewalt­tätige Aus­maße annah­men. So wurde etwa im Sep­tem­ber 2016 eine pri­vate Abschlusspar­ty von Schülern der medi­zinis­chen Fach­schule durch eine Gruppe von poli­tisch motivierten Schlägern über­fall­en und es kam zu Per­so­n­en­schä­den sowie Sachbeschädigungen.

Über das Chekov:
Direkt am Strom­bad an der Spree gele­gen befind­et sich das Chekov – Mit­ten im Grü­nen, fernab vom Großs­tadt­getüm­mel der Cot­tbuser City. Egal ob als Ver­anstal­tung­sort für coole Konz­erte und Par­tys, inter­es­sante Work­shops und Vorträge oder ein­fach nur als beliebte Begeg­nungsstätte für Jugendliche und
Jungge­bliebene hat der Club im let­zten vier­tel Jahrhun­dert einen wichti­gen Platz in der Cot­tbuser Kul­turszene eingenommen.
Ehre­namtlich und gemein­nützig betrieben vom Vere­in zur Förderung sub­kul­tureller Aktiv­itäten e.V. hat sich das Chekov dabei seit sein­er Grün­dung im Mai 1994 ein möglichst vielfältiges Ange­bot aus Unter­hal­tung, Kun­st und Bil­dung auf die Fahne geschrieben.

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