4. Juni 2008 · Quelle: Jungle World

Wir wurden ein bisschen sensibilisiert”

»Flink wie Wind­hunde, zäh wie Led­er, hart wie Krup­p­stahl« – das Zitat Adolf Hitlers zierte die T‑Shirts von acht Män­nern aus Groß-Gaglow bei Cot­tbus, die am Sam­stag an einem Feuer­wehrwet­tbe­werb im bran­den­bur­gis­chen Klein Rad­den teil­nah­men. Fotos von der Ver­anstal­tung, auf denen die T‑Shirts zu sehen waren, sorgten für Auf­se­hen. Die Krim­i­nalpolizei ermit­telt nun wegen des Ver­wen­dens von Kennze­ichen ver­fas­sungswidriger Organ­i­sa­tio­nen. Hol­ger Neu­mann, der Press­esprech­er des Feuer­wehrkreisver­bands Ober­spree­wald-Lausitz, in dessen Bere­ich Klein Rad­den liegt, gibt Auskunft.

Wie ver­fährt denn Ihr Ver­band in der Angelegenheit?

Groß-Gaglow gehört zu einem anderen Ver­band, näm­lich zum Revi­er Cot­tbus-Stadt. Der Ort­steil Klein Rad­den, der zur Stadt Lübbe­nau gehört, hat den »Spree­wald­cup« aus­geschrieben. Ob sich die Stadt entschließt, Groß-Gaglow vom näch­sten Wet­tbe­werb auszuschließen, weiß ich nicht. Unser Ver­band hat aber nichts mit dem »Spree­wald­cup« zu tun.

Aber der Vor­sitzende Ihres Kreisver­bands hat die acht Män­ner zur Rede gestellt.

Richtig. Unser Kreisvor­sitzen­der ist auch Ortswehrführer von Klein Rad­den. Er war auch der Ver­anstal­ter des »Spree­wald­cups«.

Gibt es denn in den Feuer­wehren in Ihrem Kreis recht­sex­treme Mitglieder?

Wir hat­ten hier mal einen Vor­trag des Staatss­chutzes und der Krim­i­nalpolizei über Recht­sex­treme in Feuer­wehren. Die Beamten mein­ten, dass Neon­azis sich Feuer­wehren aus­sucht­en, da diese über ein­fache Zugangsmöglichkeit­en ver­fügten. Als wir danach im Kreis der Kol­le­gen disku­tierten, kon­nte nie­mand von einem der­ar­ti­gen Fall bericht­en. Der Vor­fall in Klein Rad­den ist der erste, der mir bekan­nt ist.

Die Feuer­wehr in Bran­den­burg wird also nicht von Recht­en unterwandert.

Nein. Wir wur­den dahinge­hend ein biss­chen sen­si­bil­isiert. Man passt eben auf. Mir sind aber keine Prob­leme bekan­nt. Toi, toi, toi!

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