25. Juli 2005 · Quelle: LR

Zivilcourage verhinderte noch Schlimmeres

In der Nacht vom Fre­itag zum Sam­stag wurde gegen 00.50 Uhr die Herzberger
Polizei­wache um Hil­fe angerufen. 

Der Betreiber der Diskothek «Blue Vel­vet» in Falken­berg erbat Unterstützung,
da ein Gast «völ­lig frei drehte» , informierte Polizei­press­esprecherin Ines
Filohn. 

Ein 33-jähriger Mann aus dem Altkreis Fin­ster­walde bedro­hte den Diskjockey
ver­bal, benutzte dabei unter anderem ras­sis­tisch zu wer­tende Äußerun­gen und
zog ein Mess­er aus sein­er Kleidung. 

Dieses kon­nte ihm durch einen Angestell­ten der Diskothek abgenom­men werden.
In der weit­eren Folge schlug der Tatverdächtigte mit einem Barhock­er und
Deko­ra­tions­ge­gen­stän­den auf einen Angestell­ten der Diskothek ein, der dabei
am Kopf ver­let­zt wurde. Der völ­lig aggres­sive Mann ergriff einen weiteren
Barhock­er und begab sich vor das Lokal. Er warf dann mit dem Hock­er zwei
Scheiben der Ein­rich­tung ein. 

Die zwis­chen­zeitlich eingetrof­fe­nen Polizeibeamten nah­men den Flüchtenden
unter kör­per­lichen Zwang fest. Dieser schlug und trat nach den Polizisten,
schrie unter anderem: «Sieg Heil!» 

Selb­st bei der späteren Vernehmung in der Polizei­wache set­zte er sich noch
zu Wehr. Gegen den Mann wird wegen gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung, Bedrohung,
Sachbeschädi­gung, Ver­wen­den von Kennze­ichen verfassungswidriger
Organ­i­sa­tio­nen, Volksver­het­zung und Wider­stand gegen Vollstreckungsbeamte
ermit­telt. Durch das Amts­gericht Bad Lieben­wer­da wurde ein Haftbefehl
erlassen. Außer­dem wurde eine Blutkon­trolle ange­ord­net. Schon mehrmals war
der Mann der Polizei gegenüber auf­fäl­lig geworden. 

Der Inhab­er der Diskothek und dessen Mitar­beit­er hät­ten sich völ­lig korrekt
ver­hal­ten, kom­men­tierte Ines Filohn das Geschehen. «Es kann nie­mand etwas
dazu, wenn ein so aggres­siv­er Gast ins Lokal kommt.» 

Dass nicht noch Schlim­meres passiert sei, könne man sehr wohl auch der
Zivil­courage der Diskothek-Mitar­beit­er zurechnen.

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