25. Juli 2005 · Quelle: Opferperspektive e.V.

Rassistische Gewalttäter in Königs Wusterhausen vor Gericht

Am Mittwoch, den 27. Juli 2005, find­et am Amts­gericht Königs Wuster­hausen in Saal 203 ab 9 Uhr ein Prozess gegen ras­sis­tis­che Gewalt­täter statt. Den Angeklagten wird ein Angriff auf eine Gruppe von Asyl­be­wer­bern aus Bhutan im
April 2004 vorgeworfen.

Am 28. April 2004 gegen 1 Uhr nachts woll­ten die drei Bhutane­sen an der ARAL-Tankstelle in Königs Wuster­hausen Bier kaufen. Wom­it sie nicht gerech­net hat­ten: eine rechte Clique von sechs bis sieben Per­so­n­en machte sich auf dem
Gelände der Tankstelle bre­it. Sobald sie die Bhutane­sen sahen, pöbel­ten sie sie ras­sis­tisch an. Dann ging es sehr schnell: ein offen­sichtlich betrunk­en­er Skin­head machte sich mit Schlä­gen und Trit­ten über zwei Opfer her, ein ander­er ging auf das dritte Opfer los, das sich jedoch vertei­di­gen kon­nte. Die Bhutane­sen kon­nten weglaufen, ein­er von ihnen musste zwei Tage ins Krankenhaus.

Kay Wen­del vom Vere­in Opfer­per­spek­tive merkt dazu an: „Was bei den abges­tumpften Her­ren­men­schen nur eine unbe­deu­tende Episode sein dürfte, an die sie sich kaum erin­nern wer­den, sorgte bei den drei Migranten für eine nach­haltige Verun­sicherung. Wochen­lang traut­en sie sich bei Dunkel­heit nicht mehr auf die Straße, die Umge­bung wurde zu ein­er Angst­zone. Es sind solche Angriffe, die in Bran­den­burg zu ein­er alltäglichen Aus­gren­zung von Migranten führen.“

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