25. November 2002 · Quelle: Inforiot

100 Nazis, 250 BürgerInnen und Antifas

Anti-NPD-Plakat im Stadtbild 

Transparant am Rande der Kundge­bung am alten Markt: “Den deutschen Zustän­den ein Ende setzen” 

Eine Bürg­erin bestaunt die Antifas

Rund 250 Bürg­erIn­nen und Antifas protestierten am Sam­stag in Pots­dam gegen den zeit­gle­ich stat­tfind­e­nen Auf­marsch der NPD. An der Nazide­mo, die im Plat­ten­bau-Vorort Drewitz unter dem Mot­to “Gegen US-Ter­ror; kein Blut für Öl!” stat­tfand, beteiligten sich rund 100 Faschis­ten. Nach Polizeiangaben wur­den im Laufe des Tages 10 Antifas und ein NPDler verhaftet. 

Die Bürg­erIn­nen ver­sam­melten sich zu ein­er Kundge­bung am Alten Markt um, so der offizielle Wort­laut, “Farbe zu beken­nen”. Bran­den­burgs Min­is­ter­präsi­dent räumte ein, dass das The­ma Recht­sex­trem­is­mus weit­er­hin hoch aktuell sei (siehe: Der Mord von Pot­zlow), Pots­dam Ober­bürg­er­meis­ter Jann Jakobs (SPD) betrieb in seinem Rede­beitrag Stan­dort-Pflege: Er warnte davor, dass die bran­den­bur­gis­che Lan­deshaupt­stadt mit der Sym­bo­l­ik der NPD in Verbindung gebracht wer­den kön­nte. Die Kundge­bung fand fern ab der Nazide­mo statt, die von der Polizei nach Drewitz ver­legt wor­den war. 

Die Antifas ver­sucht­en ihrem Protest direkt an der Nazide­mo Aus­druck zu ver­lei­hen; ein immenses Polizeiaufge­bot ver­hin­derte dies. An ein­er Drewitzer Kreuzung blieb der Großteil der Nazigeg­n­er von der Polizei bewacht ver­sam­melt, ohne die Demo zu Gesicht zu bekommen. 

In den Abend­stun­den wur­den von Ver­mummten in der Pots­damer Innen­stadt Schaufen­ster­scheiben einge­wor­fen. Es ent­stand ein Sach­schaden von 40.000 Euro, 16 Scheiben gin­gen zu Bruch, unter anderem in einem Sex­hop. Die Polizei ver­mutet die TäterIn­nen in der “linksau­tonomen Szene.” 

Bere­its für den 21. Dezem­ber ist die näch­ste Nazide­mo angekündigt. Dann wollen freie Kam­er­ad­schaften um den Neon­azi Chris­t­ian Worch “gegen Jörg Schön­bohm” marschieren, da dieser mitver­ant­wortlich für das Ver­bot des Nazige­denkens am so genan­nten Volk­strauertag in Halbe sei. 

Weit­ere Berichte

<a href=“Anhänger der NPD demon­stri­erten in Potsdam

Bericht bei Indymedia

“NPD-Auf­marsch in Potsdam”

Bericht der MAZ 

“Pots­dam zeigt Flagge”

Bericht der MOZ 

Son­der­seite

mit weit­eren Infos

Eine etwa 100-köp­fige Antifa-Kundge­bung im Neubau­vier­tel Drewitz 

Bere­it­ste­hende, vollbe­set­zte Polizeiautos 

Drewitzer Anwohner­In­nen beobachteten die Kundgebung 

Im Hin­ter­grund: Wasserwerfer

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