22. Januar 2004 · Quelle: Tagesspiegel / BM

116 Gewalttaten von Rechtsextremen

(Tagesspiegel) Pots­dam. Im ver­gan­genen Jahr hat es nach der Zäh­lung des Vereins
Opfer­per­spek­tive in Bran­den­burg 116 gewalt­same Angriffe von Rechtsextremen
gegeben. 51 davon hät­ten sich gegen Migranten und Flüchtlinge, 53 gegen
nicht-rechte Jugendliche, der Rest vor allem gegen Aussiedler gerichtet,
teilte der Vere­in am Mittwoch mit. Nach diesen Angaben waren ins­ge­samt 151
Opfer von den Attack­en betroffen. 

Die Zahlen des Lan­deskrim­i­nalamtes (LKA) wür­den in Kürze bekan­nt gemacht,
hieß es aus dem Innen­min­is­teri­um. Mit 19 Angrif­f­en lag laut Opferperspektive
der Land­kreis Havel­land an der Spitze; es fol­gen die Uck­er­mark und die Stadt
Pots­dam (je 15). 

Der Sprech­er des Vere­ins, Kay Wen­del, ver­wies auf Abwe­ichun­gen zwis­chen den
Zahlen seines Vere­ins und denen des LKA. So habe die Opfer­per­spek­tive für
2002 128 Angriffe gezählt. Das LKA habe 81 aus­gewiesen — von denen der
Opfer­per­spek­tive 35 nicht bekan­nt gewe­sen seien. Umgekehrt fehlten auf der
Liste des LKA 73 Gewalt­tat­en, die sein Vere­in als recht­sex­trem motiviert
eingestuft hat­te. Dies lege den Schluss nahe, dass bei­de Sta­tis­tiken ein
unzure­ichen­des Abbild des wirk­lichen Aus­maßes der recht­en Gewalt in
Bran­den­burg darstellen. 

116 Angriffe Recht­sradikaler in 2003

(BM) Pots­dam — 116 gewalt­same Angriffe von Recht­sex­tremen hat der Verein
Opfer­per­spek­tive 2003 in Bran­den­burg reg­istri­ert. 51 hät­ten sich gegen
Migranten und Flüchtlinge, 53 gegen Punks und Hiphop­per, der Rest vor allem
gegen Aussiedler gerichtet, teilte der Vere­in gestern mit. Mit 19 Angriffen
habe der Kreis Havel­land an der Spitze gele­gen, gefol­gt vom Kreis Uckermark
und der Stadt Pots­dam mit je 15.

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