10. Oktober 2007 · Quelle: Revolutionäres SZ

18.–21.Oktober Sozialforum in Cottbus

Die Leben­sum­stände wer­den für die bre­ite Masse der Men­schen in Deutsch­land immer
schlechter. Konz­erne und Unternehmer bauen die sozialen Stan­dards im Land immer mehr
ab und beuten die Umwelt immer rück­sicht­slos­er aus. Die gesellschaftlichen Probleme
wer­den immer gravieren­der. Kein Men­sch kann heute noch sagen, nicht in irgendeiner
Weise von ihnen betrof­fen zu sein. Die gesellschaftlichen Prob­leme schreien nach
Lösun­gen, die nicht auf halbem Wege halt machen, son­dern die gesamte Gesellschaft
grundle­gend ändern. Vom 18. bis 21. Okto­ber 2007 tre­f­fen sich in Cot­tbus viele
soziale Ini­tia­tiv­en und Umwelt­grup­pen zum „2. Sozial­fo­rum in Deutsch­land“, um eben
jene Prob­leme und Lösungsan­sätze zu disku­tieren. Man muss aber fest­stellen, dass
dieses Sozial­fo­rum mit großen Prob­le­men behaftet ist.

Eine Vielzahl von diesen Ini­tia­tiv­en und Grup­pen bleiben auf halbem Wege stehen.
Lösungsan­sätze wer­den inner­halb des kap­i­tal­is­tis­chen Sys­tems gesucht und der
Kap­i­tal­is­mus wird nicht als Ursache der heuti­gen Men­schheit­sprob­leme thematisiert
und wahrgenom­men. Wir gehen deshalb weit­er und sagen in aller Deut­lichkeit: Die
kap­i­tal­is­tis­che Wirtschaftsweise ist nicht mehr pro­gres­siv, bringt keinen
Fortschritt mehr und sie ist zum Hemm­schuh für die allgemeine
Men­schheit­sen­twick­lung gewor­den. Deshalb muss der Kap­i­tal­is­mus über­wun­den werden.
Alle zum heuti­gen Sys­tem alter­na­tiv­en Konzepte, die auf der Mark­twirtschaft bzw.
dem Kap­i­tal­is­mus auf­bauen, wer­den keine wirk­lichen Lösun­gen brin­gen. Erst der
Bruch mit dem Kap­i­tal­is­mus wird Konzepte auf eine solide Basis stellen.

Ver­anstal­tun­gen, die sich mit den Men­schheit­sprob­le­men auseinan­der­set­zen, sollten
die bre­ite Masse der Bevölkerung und nicht die ohne­hin schon poli­tisch Aktiven
als Ziel­gruppe haben. Das „2. Sozial­fo­rum in Deutsch­land“ spricht zwar in Worten
die bre­ite Masse an, aber in der Gestal­tung wird sie aus­geschlossen. Dort, wo die
gesellschaftlichen Prob­leme beson­ders groß sind, wo sich die Arbeit­slosigkeit in
Reko­rd­höhen befind­et, wird es der bre­it­en Masse der Bevölkerung wohl kaum möglich
sein, hohe Ein­tritts­gelder für die Ver­anstal­tun­gen auszugeben. Aber dort, wo die
Prob­leme beson­ders drastisch sind, wo bre­ite Teile der Gesellschaft von
etablierten poli­tis­chen Kräften ent­täuscht sind, zur Res­ig­na­tion neigen,
recht­sex­tremen oder anderen reak­tionären poli­tis­chen Rich­tun­gen anhän­gen, ist es
beson­ders wichtig, die Men­schen zu inter­essieren, zu motivieren, zum Mitmachen
anzure­gen. Deshalb bieten wir Ver­anstal­tun­gen außer­halb des offiziellen
Sozial­fo­rums an, zu denen auch die
ein­ge­laden sind, die nicht ver­mö­gend sind.

Auf­grund der genan­nten prinzip­iellen Prob­leme, die mit dem offiziellen „2.
Sozial­fo­rum in Deutsch­land“ ver­bun­den sind, wer­den wir Ver­anstal­tun­gen unter dem
Namen „1. rev­o­lu­tionäres Sozial­fo­rum in Deutsch­land“ anbi­eten, die sich an die
bre­ite Masse der Bevölkerung richt­en und die Über­win­dung des Kap­i­tal­is­mus zur
Grund­lage haben. Dabei bilden wir kein Gegen­fo­rum, wir haben nicht die Absicht, die
soziale Bewe­gung in Deutsch­land zu spal­ten. Wir lehnen Vorschläge zur Reform des
heuti­gen Sys­tems nicht grund­sät­zlich ab. Aber wir wen­den uns gegen jene, die
meinen, der Kap­i­tal­is­mus ließe sich durch Refor­men in ein menschenfreundliches
Sys­tem ver­wan­deln. Rev­o­lu­tion und Reform schließen sich nicht aus, son­dern bedingen
einan­der. Indem wir neben dem offiziellen Sozial­fo­rum ein revolutionäres
ver­anstal­ten, wollen wir darauf aufmerk­sam machen, dass eine Reform nur dann etwas
taugt, wenn sie die rev­o­lu­tionäre Umgestal­tung der Gesellschaft, die Überwindung
des Kap­i­tal­is­mus zum Ziel hat.

Ein paar Schlussworte:

Wir sind für die glob­ale Abschaf­fung des Kap­i­tal­is­mus, und jed­er Form von Ausbeutung
und Unterdrückung.

Faschis­tis­che Struk­turen, sowie die Faschis­ten als solche gehören zer­schla­gen, wir
sind für einen rev­o­lu­tionären Antifaschismus.

UND: WIR SIND ALLE 129a/b!

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