14. November 2006 · Quelle: Soligruppe

18. Tag im Potsdamer Antifa-Prozess

Den Auf­takt des heuti­gen Prozesstages machte Kristin Sch., diese gab an am 19.06.05 Kell­ner­in in der Gast­stätte Barokoko gewe­sen zu sein. Zur Tatzeit habe sie
im Flur des Restau­rants ges­tanden und von dort 4–5 schwarz gek­lei­dete Per­so­n­en auf eine am Boden liegende Per­son ein­schla­gen und ein­treten gese­hen. Die Per­so­n­en seien
alle dunkel gek­lei­det gewe­sen, hät­ten eine Kapuze und einen Schal oder ein Tuch getra­gen. Dann seien die Per­so­n­en in Rich­tung Hege­lallee geflüchtet, ein­er der Kell­ner aus dem Cafè Hei­der sei dann den Tätern hin­ter­herg­er­an­nt und hätte einen zu fassen bekom­men. Dann seien weit­ere Per­so­n­en dem Kell­ner zur Hil­fe gekom­men. Sch. gab dann an, sie sei wieder ins Barokoko gegan­gen um die dort anwe­senden Gäste zu betreuen. Ein Schlag­w­erkzeug, sagte sie auf Nach­frage, habe sie bei der Tat nicht sehen kön­nen.

Hier­nach stellte der Anwalt Julias den Antrag, Peter Petersen als Zeuge zu hören, da dieser anwe­send gewe­sen sei beim Haft­prü­fung­ster­min von A.L. In Julias Haft­prü­fung­ster­min habe Petersen dann gesagt, dass A.L. Julia ent­lastet habe. Als Zeuge vor Gericht sagte Petersen lediglich aus, dass A.L. damals aus­ge­sagt habe,
dass er mit Julia und zwei weit­eren Angeklagten unter­wegs gewe­sen sei und diese mit der Tat nichts zu tun hät­ten. Eine weit­ere Per­son habe dann, laut A.L., mit einem Stock auf den Ruck­sack des Geschädigten geschla­gen.

Dann sagte der Zeuge Frank J. aus, dieser gab an zur Tatzeit an der Außen­bar des See­blick gesessen zu haben, als ein junger Mann um die Ecke ger­an­nt gekom­men sei und dort über die Tis­che und Stüh­le fiel. Diesem seien 4–5 Per­so­n­en gefol­gt und hät­ten auf ihn eingeschla­gen und einge­treten, Jansa habe dabei auch einen Totschläger gese­hen. Nach Ein­greifen der Kell­ner vom Hei­der, seien die Täter dann Rich­tung Jäger­tor geflüchtet. Robert M. sei ihnen hin­ter­her­grannt, als die Täter das mit­beka­men, seien sie ste­hen gebliebe­nund hät­ten Manzke umringt. Sein Brud­er Jörg
J. sei dann Robert M. zu Hil­fe gekom­men. Es seien dann, ver­mut­lich aus der Friedrich-Ebert-Straße noch weit­ere, wie die Täter gek­lei­dete Per­so­n­en hinzugekom­men. Auf­grunds des Tumultes, der nun um die Gruppe auf dem Platz vor dem
Nauner Tor ent­standen sei, habe er dort nicht mehr viel mit­bekom­men kön­nen. Sein Brud­er sei dann zu ihm an den Tre­sen zurück­gekom­men und habe erzählt, dass er eine
junge Frau geschla­gen habe.

Die Ver­hand­lung wird am Mittwoch den 15.11. fort­ge­set­zt wer­den mit ein­er weit­eren Zeu­gen­be­fra­gung und den Plä­doy­ers. Mit einiger Wahrschein­lichkeit, wird dann am Mittwoch den 22.11 um 14.30 das Urteil verkün­det wer­den.

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