28. Mai 2005 · Quelle: Antifa Südbrandenburg

400 bei Demonstration gegen Nazis in Cottbus

Am heuti­gen Sonnabend fan­den sich in Cot­tbus rund 400 Demon­stran­ten
zusam­men, um gegen Recht­sex­trem­is­mus zu protestieren. Das
Antifaschis­tis­che Aktions­bünd­nis Süd­bran­den­burg hat­te unter dem Mot­to “Für
ein schöneres Leben — Nazistruk­turen aushe­beln” nach ein­er Serie
recht­sex­tremer Angriffe aufgerufen, ein öffentlich­es Zeichen zu set­zen und
sich mit den Betrof­fe­nen sol­i­darisch zu zeigen.

Der Demon­stra­tionszug bewegte sich vom Stadtzen­trum in den Stadt­teil
Neu-Schmell­witz zu dem Ort, an dem vor drei Wochen ein Inder von einem
recht­en Schläger attack­iert wurde. Am Rande der Demon­stra­tion provozierten
Recht­sex­treme, was aber keinen Ein­fluss auf die Ver­anstal­tung hat­te.

In Rede­beiträ­gen wurde gefordert, die Opfer zu unter­stützen und
Alter­na­tiv­en zu ein­er recht­en Jugend­kul­tur zu stärken. Ein Sprech­er des
Bünd­niss­es erk­lärte:

“Die Attack­en auf mehrere Kameruner, auf einen afghanis­chen Jugendlichen,
auf einen Inder und zulet­zt auf einen Jugend­klub in Cot­tbus haben Vie­len
das recht­sex­treme Gewalt­poten­zial noch ein­mal deut­lich gemacht. Diese
Häu­fung von Angrif­f­en in den let­zten Wochen ist für uns Anlass, unseren
Protest auf die Straße zu tra­gen und den Betrof­fe­nen zu zeigen, dass sie
nicht allein sind. Wir nehmen nicht hin, dass die Stadt durch
Recht­sex­treme zu ein­er No-Go-Area für Nicht-Deutsche oder nicht-rechte
Jugendliche gemacht wird. Wir fordern auf, sich mit den Betrof­fe­nen zu
sol­i­darisieren und nicht wegzuse­hen, wenn Grup­pen von poten­ziellen Opfern
aus dem öffentlichen Leben aus­ge­gren­zt wer­den.”

Das Antifaschis­tis­che Aktions­bünd­nis ist ein Zusam­men­schluss lokaler
Ini­tia­tiv­en aus der Region Süd­bran­den­burg, die sich Pro­jek­te und
Aufk­lärung gegen Neon­azis­mus, Ras­sis­mus und Anti­semitismus zur Auf­gabe
gemacht haben.

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