22. August 2007 · Quelle: DER BALL IST BUNT

7. Antirassistisches Stadionfest in Babelsberg

Am Sam­stag, den 1. Sep­tem­ber 2007, ver­anstal­tet die Pots­damer Ini­tia­tive “Der Ball ist bunt” zum nun­mehr sieben­ten mal im Sta­dion des Fußball­re­gion­al­ligis­ten SV Babels­berg 03 ab 10 Uhr
ein inter­na­tionales Fußballturnier. 

Die Pots­damer Ini­tia­tive „Der Ball ist Bunt“ ist ein net­zw­erkar­tiger Zusam­men­schluß von ver­schiede­nen Fußball­fan­pro­jek­ten, interkul­turellen und sozialen Ini­tia­tiv­en und Vereinen.

Mitte/Ende der 90er Jahre organ­isierte sich die Babels­berg­er Fan­szene zunehmend in in ver­schiede­nen Fan­clubs um die Babels­berg­er Fußballer zu sup­port­en, aber auch um den damals zunehmenden Erschei­n­un­gen wie Ras­sis­mus, Frem­den­feindlichkeit, Anti­semitismus, Sex­is­mus und männlichen Härtekult, Diskri­m­inierung und Gewalt im Kon­text Fußball entsch­ieden­er und effek­tiv­er ent­ge­gen treten zu kön­nen. Es entwick­elte sich im Laufe der Zeit eine kon­struk­tive Zusam­me­nar­beit, trotz unter­schiedlich­er Organ­i­sa­tions– und Altersstruk­tur. Die ver­schiede­nen Fan­pro­jek­te holten u.a. die BAFF-Ausstel­lung „Tatort Sta­dion“ im Jahre 2001 nach Pots­dam, ver­anstal­ten Freizeit­fußball­turniere und engagieren sich in der Stadt Pots­dam gesellschaftskritisch. 

Die Idee zum „Ball ist Bunt“ wurde im Jahre 2000 entwick­elt, um eine bre­ite Öffentlichkeit für die Prob­leme in Deutschen Fußball­sta­di­en zu sen­si­bil­isieren, einen Gegen­pol zu schaf­fen und durch ver­schiedene kreative und gewalt­freie Aktio­nen ein tol­er­antes Miteinan­der im Sta­dion zu gewährleis­ten bzw. zu leben. Das Konzept wurde im Früh­jahr 2001 ver­schiede­nen anerkan­nten Pots­damer Akteuren aus den Bere­ichen Poli­tik, Kul­tur, Kinder- und Jugen­dar­beit vorgestellt und ein Teil dieser kon­nte für das Pro­jekt gewon­nen wer­den. Zu nen­nen wäre da vor allem die „Ini­tia­tive für Begegnung“(u.a. Vil­la Wild­wuchs e.V.- Diakonis­ches Werk, AStA Uni­ver­sität Pots­dam, Offen­er Kun­stvere­in e.V., fab­rik pots­dam e.V.), sowie der Archiv e.V., die ihre Erfahrungen/Equipment/personelle Struk­turen zur Ver­fü­gung stell­ten. Unter anderem organ­isieren diese bei­den Grup­pen Straßen­feste, wöchentliche interkul­turelle Konz­erte, The­ater­pro­jek­te, Kün­stler­work­shops sowie Sprachkurse/Kinderbetreuung in den Asyl­be­wer­ber­heimen. Des Weit­eren kon­nte auch der Madia e.V. gewon­nen wer­den. Dieser Vere­in betreibt ein „eine Welt“ Cafe, organ­isiert Begeg­nungstage und set­zt sich für die Belange der aus­ländis­chen Mit­bürg­er ein. Nach der ersten erfol­gre­ichen Durch­führung des „Ball ist Bunt“ erweit­erte sich der Kreis der Aktiv­en beträchtlich. Auch der SV Babels­berg 03 sowie das Fan­pro­jekt des SV Babels­berg 03 , das Stadt Pots­dam und der im Bere­ich Kinder- und Jugen­dar­beit tätige Vere­in SPUNK e.V. kon­nten für das Pro­jekt gewon­nen wer­den. Dadurch erre­ichte die Ver­anstal­tung „Der Ball ist Bunt 2002“ eine noch bre­it­ere Öffentlichkeit und Inhalte/ Ziele kon­nten bess­er ver­mit­telt wer­den. Inzwis­chen find­et der bunte Ball bere­its zum siebten Mal statt und ist zu ein­er fes­ten Insti­tu­tion im Babels­berg­er Fes­tkalen­der geworden.

Neben fußbal­lerischen Hauptevent ist natür­lich auch für fol­gende Dinge gesorgt: Hüpf­burg, Kino, Kistenklettern,
Sieb­druck­w­erk­statt, Ausstel­lung “Fes­tung Europa”, Infos­tände, Feuer­show, Kinderschminken,
Essen und Trinken u.v.m.

Zum abschließen­den Konz­ert ab 18.00 Uhr wer­den u.a.
44 Leningrad (Pots­dam), Niño Tiburon (Argentinien)und
Rat Run (Irland)erwartet.

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