25. Februar 2010 · Quelle: Inforiot

Abfuhr für 20 Neonazis

Protest gegen rechte Kundgebung in Bad Freienwalde

INFORIOT Am Mittwoch, dem 24. Feb­ru­ar 2010, fand in Bad Freien­walde eine Mah­nwache von so genan­nten “Freien Kräften“ und dem Kreisver­band Märkisch-Oder­land der NPD statt. Von mor­gens 8 Uhr an ver­sam­melten sich ins­ge­samt rund 20 Neon­azis aus Berlin und Bran­den­burg für einein­halb Stun­den an der Ecke Linsin­gen­straße-Wriezen­er Straße, um gegen „Kinder­schän­der“ mobil zu machen. Viel los war nicht, bis auf einen Rede­beitrag wurde auch inhaltlich nicht viel geboten.

Eine größere Gruppe von Jugendlichen und Erwach­se­nen stell­ten sich bei ein­er von der Stadt angemelde­ten Gegenkundge­bung der recht­en Ver­anstal­tung ent­ge­gen. Geschäfte in der Nähe hat­ten für die Zeit der Kundge­bung geschlossen, um ihren Unwillen gegenüber der recht­en Agi­ta­tion auszudrücken.

Um ihrer miss­lun­genen Aktion etwas Dynamik zu ver­lei­hen, melde­ten die Neon­azis am Ende eine „Spon­tandemon­stra­tion“ mit sage und schreibe zehn Per­so­n­en an. Nach nur 250 Metern Lauf­strecke war auch damit Schluss denn die Polizei been­dete aus Sicher­heits­grün­den das Treiben. Unter anderem der lokale Kam­er­ad­schafter Robert Geb­hardt und weit­ere Neon­azis kassierten in der Folge Platzverweise.

Hin­ter­grund der recht­en Kundge­bung war ein Prozess gegen einen mut­maßlichen Sex­u­al­straftäter vor dem Amts­gericht in Bad Freienwalde.

Zum Kom­plex sex­ueller Gewalt gegen Kinder und den neon­azis­tis­chen Ver­suchen, aus diesem The­ma pro­pa­gan­dis­tis­ches Kap­i­tal zu schla­gen, hat die Amadeu Anto­nio Stiftung kür­zlich eine Broschüre veröf­fentlicht: Down­load hier. (PDF-Datei, 400 KB).

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