7. März 2003 · Quelle: Bernauer AktivistInnen

Aktion zum Besuch von Jörg Schönbohm in Bernau

Am 5.3.03 kündigte Schön­bohm an, Bernau einen Besuch abzus­tat­ten. Im Rah­men des poli­tis­chen Ascher­mittwoch war es sein Anliegen, im Bernauer Sport­fo­rum eine Rede zu hal­ten und die poli­tis­chen Geg­n­er zu ver­höh­nen.

Das war natür­lich auch für uns Grund genug, uns auf die Sock­en dor­thin zu machen. Es war unser Anliegen, Sachen wie die von Schön­bohm befürt­wortete Diskus­sion über die Folter sowie die Frage, ob die CDU ver­fas­sungs­feindlich ist, zu the­ma­tisieren. Als wir anka­men, war alles noch recht leer und wenige Leute waren bis dahin im Sport­fo­rum. Also postierten wir uns am Ein­gang und roll­ten zwei Tran­spis mit den Auf­schriften “Bess­er als die Stasi ‑Videoüberwachung in Bernau” und “Die Bun­deswehr ist eine Men­schen­recht­sor­gan­i­sa­tion” aus. Bei dem zweit­en woll­ten wir auf Schön­bohms Idee, die Bun­deswehr doch auch im Inneren einzuset­zen ansprechen. Zusät­zlich baut­en wir eine “Foltertest­strecke” auf, die dazu ver­wen­det wurde, diverse Folter­prak­tiken an meist unschuldigen Opfern auszupro­bieren.

So fan­den sich auch ganz schnell einige Opfer, die kein Prob­lem damit hat­ten, angeket­tet, gevierteilt oder ein­fach nur mis­shan­delt zu wer­den. Ausser­dem verteil­ten noch zwei Per­so­n­en Flugzettel, auf denen noch ein­mal erk­lärt wurde, warum die CDU ver­fas­sungs­feindlich ist. Zusät­zlich wur­den noch Parolen gerufen, wie z.B. “Folter für Schön­bohm und die CDU”.

Zu der ganzen Aktion kamen 25 bis 30 Jugendliche, und die Idee sich vor den Ein­gang zustellen war erfol­gre­ich. Hier gelang es uns, unsere Inhalte rüberzubrin­gen und jed­er der Schön­bohms Auftritt erleben wollte, musste notge­drun­gen an uns vor­bei. Einige Men­schen waren auch inter­essiert an der ganzen Sache, doch im All­ge­meinen waren es halt nur CDU-Fans und Sport­begeis­terte, die an uns vor­beiliefen. Doch auf­grund der rel­a­tiv kurzen Vor­bere­itungszeit ist die Aktion als Erfolg zu berw­erten.

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