6. September 2006 · Quelle: Antifaoffensive Westhavelland und Antifajugend Premnitz

Aktion zum Todestag von Rudolf Heß in Premnitz unterbunden

Zum 19.Todestag von Rudolf Heß, am 17.August 2006, taucht­en in Rathenow in hoher Zahl erst Aufk­le­ber und später Plakate eines “Nationalen und Sozialen Aktions­bünd­niss­es Mit­teldeutsch­land” (NSAM) auf, die den NS Kriegsver­brech­er ver­her­rlicht­en und seinen Suizid als Mord auslegten. Prem­nitz blieb jedoch vor­erst ver­schont.

Erst am 31. August 2006 wur­den zahlre­iche Plakate, eben­falls dem NSAM zuord­nebar, an Straßen­lam­p­en am Ort­saus­gang von Prem­nitz in Rich­tung Döberitz fest­gestellt, die den Tod von Rudolf Heß (auf dem Plakat betont mit Dop­pel S geschrieben) als unbe­wiese­nen Mord ankla­gen.

Bemerkenswert bei der Aktion ist, dass die Plakate auf Press­plat­ten aufgek­lebt wur­den, wie sie etwa für Wahlplakate benutzt wer­den. Ob die Plat­ten gestohlen wur­den, ist jedoch zurzeit noch unklar. Fest ste­ht aber, dass die Strecke öfters für Pro­pa­gan­daak­tio­nen der “Nationalen Sozial­is­ten Prem­nitz” genutzt wird. An den dor­ti­gen Straßen­lam­p­en und Verkehrss­childern ent­lang eines par­al­lel zur Bun­desstraße 102 ver­laufe­nen Rad­weges wer­den so immer wieder Aufk­le­ber dieser (neo)nazistischen Grup­pierung und auch des recht­sex­trem­istis­chen “Wikingerver­sandes” fest­gestellt.

Die Plakate wur­den übri­gens sofort ent­fer­nt, eben­so wie ähn­lich aufgemachte Aufk­le­ber.

Die Prem­nitzer Naziszene sollte wis­sen, das wir Aktio­nen die Ver­brechen oder Ver­brech­er des NS Regimes ver­her­rlichen oder ver­harm­losen nicht hin­nehmen son­dern entschlossen ent­ge­gen­wirken.

Nie wieder Faschis­mus!

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