2. April 2003 · Quelle: Grüne Brandenburg

Aktivierung des Bombodroms friedenspolitisch falsches Signal

Als frieden­spoli­tisch völ­lig ver­fehlt haben die Sprech­er des
bran­den­bur­gis­chen Lan­desvor­standes von BÜNDNIS 90/Die Grü­nen, ROLAND VOGT
und MARIANNE GEHRKE, die nach Presse­bericht­en von
Bun­desvertei­di­gungsmin­is­ter Peter Struck (SPD) beab­sichtigte Freiga­be der
Kyritz-Rup­pin­er Hei­de als Train­ingsplatz für die Bun­desluft­waffe bezeichnet. 

“Wenn der Vertei­di­gungsmin­is­ter als Reflex auf den Irak-Krieg glaubt, durch
das Üben von Bomben­ab­wür­fen mil­itärische Stärke Deutsch­lands und Europas
demon­stri­eren zu wollen, ist er auf dem Holzweg”, sagte ROLAND VOGT. “Wenn
sich die Europäis­che Union von den USA emanzip­ieren will , muss sie alles
ver­mei­den, was dazu führt, dass sie wird wie die USA. Die Stärke der EU,
ihre Ausstrahlung und ihre Überzeu­gungskraft gegenüber anderen Weltregionen
lag bish­er unter anderem darin, dass sie als Zivil­macht auf­trat und nicht
als Mil­itär­groß­macht, die anderen mil­itärisch dro­ht und Handelsbeziehungen
zu ihren Gun­sten erzwin­gen kann.” 

“Sowohl der Lan­desver­band als auch der Bun­desver­band von BÜNDNIS 90/Die
Grü­nen haben bish­er auch auf die wirtschafts- und umweltpolitisch
ver­heerende Wirkung eines Bomben­ab­wurf­platzes in der Kyritz-Rup­pin­er Heide
hingewiesen”, sagte ROLAND VOGT. “Dem bran­den­bur­gis­chen Lan­desvor­stand war
es gelun­gen, die dama­lige bünd­nis­grüne Ver­hand­lungs­del­e­ga­tion auf
Bun­de­sebene davon zu überzeu­gen, die Über­prü­fung eines Bombenabwurfplatzes
in die rot-grüne Koali­tionsvere­in­barung aufzunehmen. Die Auf­nahme von
Train­ings­flü­gen der Luft­waffe nach Ostern wäre damit unvereinbar.” 

“Wir gehen davon aus, dass die Bun­destags­frak­tion von BÜNDNIS 90/Die Grünen
das — in der Presse geschilderte — Vorge­hen des Verteidigungsministeriums
nicht hin­nimmt”, sagte ROLAND VOGT.
Angesichts der jüng­sten Entwick­lung erachtet es der Lan­desvor­stand von
BÜNDNIS 90/Die Grü­nen als wichtiger den je, dass die Bran­den­burg­er am
Oster­marsch gegen das Bom­bo­drom am Oster­son­ntag, dem 20. April 2003, ab 14
Uhr in Fret­z­dorf (Ost­prig­nitz-Rup­pin) teil­nehmen, zu dem wir — wie jedes
Jahr — gemein­sam mit der Bürg­erini­tia­tive FREIeHEI­de aufrufen.

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