8. Juli 2005 · Quelle: PNN

Alle sind bekannt

(PNN) Der mil­i­tan­ten Pots­damer Szene wer­den auf link­er Seite nicht mehr als fünf bis sechs Mit­glieder zuge­ord­net. „Das ist ein iden­ti­fizier­bar­er Per­so­n­enkreis“, hieß es gestern, soll heißen: Sie sind alle der Polizei bekan­nt. Aus dem Umfeld wür­den aber auch immer wieder Straftat­en began­gen. Im Gegen­satz zur Recht­en Szene haben es nehmen unver­holen­er Zus­tim­mung zu den Gewalt­tat­en aber auch Ablehnende Äußerun­gen aus dem linken Spek­trum gegeben. So habe sich der Vere­in nach Gesprächen mit der Polizei öffentlich von Gewalt dis­tanziert. „Das müssen sie erst ein­mal schaf­fen, dass die das tun“, sagte gestern ein Polizeiexperte. 

Wie die Recht­en seien aber Pots­dams Linke nicht wirk­lich streng strukturiert. 

Wie die recht­en sind auch die linken Grup­pen der Lan­deshaupt­stadt mit Berlin­er Grup­pierun­gen eng ver­net­zt. Auch die Linken sind schnell in der Lage, sich aus Berlin zu ver­stärken. Zunehmend werde beobachtet, dass die Linken in immer größeren Grup­pen in der Stadt unter­wegs seien – mit bis zu über 50 Leuten. 

Die meis­ten Linken rieben sich an der Präsenz der auch bess­er struk­turi­erten Recht­en in der Stadt und an deren Pöbeleien. Viele fühlten sich per­ma­nent als Opfer – haben sich in der Ecke ein­gerichtet, sehen in Polizei, Jus­tiz und Medi­en nur poten­tielle Lügner. 

So stellen die Linken regelmäßig Lis­ten mit Über­grif­f­en auf, in denen sie aber Vorkomm­nisse aufzählen, die sie selb­st nie der Polizei gemeldet haben. „Es heißt dann immer, sie hät­ten danach Racheak­te von Recht­en zu befürcht­en“, hieß es gestern bei der Polizei. „Aber was sollen wir denn machen, wenn die die Vor­fälle nicht melden.“ Nach den Gewalt­tat­en der let­zten Tage aber ein inten­siv­er Dia­log mit dem Umfeld begonnen. 

In Pots­dam hof­fen die Ermit­tler, so auch den kleinen radikalen Kern von den mod­er­at­en Linken zu isolieren. pet

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