1. November 2008 · Quelle: Projekthaus Potsdam

Alternativen sind machbar!

(Pro­jek­thaus Pots­dam) Rund 100 Men­schen aus vie­len ver­schiede­nen Pro­jek­ten und Ini­tia­tiv­en sowie Inter­essentIn­nen aus Pots­dam und Berlin haben die let­zten bei­den Tage die Vorträge, Work­shops und Diskus­sio­nen im Pro­jek­thaus Pots­dam ver­fol­gt. Dabei waren unter anderem der Vere­in „Pots­dam Region­al“ mit ihrem Pro­jekt Havel­blüten, ver­schiedene Haus­pro­jek­te Pots­dams, die Ini­tia­tive „Sol­i­darische Ökonomie“, der Karl­shof und das Werkhaus Pots­dam.

Im Rah­men der €päis­chen Jugend­woche disku­tierten auch junge Men­schen aus unseren Part­ner­pro­jek­ten aus Ser­bi­en, Ital­ien, Frankre­ich und Rus­s­land mit.

Ins­ge­samt 9 Ref­er­entIn­nen präsen­tierten ein buntes Bild von Ideen und Pro­jek­ten „Sol­i­darisch­er Ökonomie. Sie zeigten, dass es bere­its jet­zt eine Menge Alter­na­tiv­en zur krisel­nden kap­i­tal­is­tis­chen Wirtschaft gibt.

Wichtige und inter­es­sante Höhep­unk­te dabei waren unter anderem der Vor­trag von Ralph Boes von der Bürg­erini­tia­tive für ein bedin­gungslos­es Grun­deinkom­men und die Vorstel­lun­gen von Umson­st- und Schen­klä­den aus Jena und Berlin. Die zum Teil lei­den­schaftlich geführten Diskus­sio­nen zeigten das große Inter­esse an diesem The­ma.
Gut ergänzen kon­nten sich Chris­t­ian Siefkes, der über die The­o­rie der Peer- Ökonomie sprach und Frauke Hehl, Koor­di­na­torin der Work­sta­tion Berlin, die an ganz prak­tis­chen Pro­jek­ten (Freikunk, Unver­mit­telt, RAW- Gelände) zeigte, wie viele ganz prak­tis­che Net­zw­erk- und Freiraumpro­jek­te es bere­its gibt und was alles möglich ist. Corin­na Vosse ergänzte am Sam­stag diese Prax­isideen mit dem Pro­jekt Kun­st- Stoffe.

Zum Abschluss zeigten E. Mey­er- Ren­schhausen und der Karl­shof, welche Möglichkeit­en und welch­es Poten­tial bere­its heute Sub­sis­ten­zwirtschaft und nicht – kom­merzielle Land­wirtschaft haben. Sub­sis­ten­zgärten in Berlin und New York und gemein­samer Kartof­fe­lan­bau- und – Ver­brauch kön­nen zwei Seit­en der­sel­ben Idee sein.

Neben den unge­heuer vie­len neuen Ideen und Erfahrun­gen war das Fach­fo­rum ein wichtiger Mark­t­platz der Ver­net­zung ganz unter­schiedlich­er Pro­jek­te. Viele Ref­er­entIn­nen, Teil­nehmerIn­nen und Ini­tia­tiv­en tauscht­en Kon­tak­te aus, vere­in­barten gemein­same Pro­jek­te und Tre­f­fen.
Es war auch an der Stim­mung zu merken, da wach­sen ganz neue For­men sol­i­darischen Aus­tauschs, sin­nvoller Arbeit, gemein­samen Engage­ments.

Einig waren sich viele Teil­nehmerIn­nen des Fach­fo­rums in der Analyse, das die aktuelle Finanz- und Wirtschaft­skrise nicht das Pro­dukt der „Gier“ einzel­ner Fonds­man­ag­er oder von Fehlern der Poli­tik ist, son­dern eine Krise kap­i­tal­is­tis­ch­er Ver­w­er­tungs­be­din­gun­gen, von Wach­s­tum­side­olo­gie und fremdbes­timmter Erwerb­sar­beit. Es wird Zeit für neue For­men sol­i­darisch­er Ökonomie und sin­nvoller Arbeit! In Pots­dam wurde in diesen zwei Tagen ein ganz wichtiger Schritt in diese Rich­tung getan!

Am Sam­stag Abend präsen­tierte sich dann das gast­gebende Pro­jekt- und Werkhaus. Passend zum The­ma Sub­sis­tenz und Eige­nar­beit gab es leckere selb­st­gemachte Piz­za aus dem neuen Brot- und Piz­z­aback­ofen.

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