31. August 2005 · Quelle: Anlaufstelle Guben

Anlaufstelle für Opfer rechter Gewalt in Guben

Recht­sex­trem­is­mus ist in unser­er Gegend immer noch ein The­ma, dass nichtrechte
Jugendliche bet­rifft und eine große Belas­tung in ihrem All­t­ag darstellt. Immer noch
wer­den Jugendliche Opfer recht­sex­tremer Gewalt und erfahren kaum Hil­fe von der
Stadt und den Autoritäten. Aus diesen Grün­den startet der Inter­na­tionale
Jugend­vere­in Guben/Gubin e.V. und die Jun­gen­dini­tia­tive Open G.A.T.E am 01.09.2005
das Pro­jekt „Anlauf­stelle für Opfer Recht­sex­tremer Gewalt.“

Dieses Vorhaben wird
durch die Aktion Men­sch gefördert, wofür sich die Pro­jek­tleit­er nochmals bedanken
möcht­en. Mit diesem Pro­jekt, dass genau­so wie der Vere­in von Jugendlichen geführt
wird, wollen wir über­wiegend Junge Leute, aber auch andere Alters­grup­pen, die Opfer
von Gewalt­tat­en mit recht­sex­tremen Hin­ter­grund wur­den, ein Forum bieten in
per­sön­lichen Beratungs­ge­sprächen mit geschul­ten Pro­jek­tleit­ern zu reden um das
Erlebte zu ver­ar­beit­en und über mögliche weit­ere Schritte, vom stellen ein­er
Strafanzeige über Koste­nun­ter­stützung bis hin zum Gerichtsver­fahren, zu berat­en und
zu begleit­en. Des Weit­eren ver­mit­teln wir die Opfer an ein Team von Recht­san­wäl­ten,
die die Geschädigten im Falle eines Straf­prozess­es kostengün­stig vertreten. Bei
allen Entschei­dun­gen wird auf die indi­vidu­ellen Wün­sche des Opfers einge­gan­gen und
entsch­ieden. In schw­er­wiegen­den Fällen wird dafür gesorgt, dass die Geschädigten je
nach Geschen an spez­i­fis­chere Stellen ver­mit­telt wer­den um somit die beste
Ver­sorgung von Seit­en der Pro­jek­tleit­er zu gewährleis­ten.

Ziel des Pro­jek­tes ist es, den Opfern solch­er Gewalt­tat­en zu zeigen, dass sie nicht
allein sind. Dabei ver­suchen wir den Geschädigten Mut zu machen, eine Anzeige zu
erstat­ten. Diese ist in solchen Fällen enorm wichtig, da viele der Täter bere­its
vorbe­straft sind und eventuell schon eine Bewährungsstrafe ver­büßen. Lei­der trauen
sich viele Opfer diesen Schritt nicht, da sie Angst vor weit­eren Über­grif­f­en haben.
Und genau an diesem Prob­lem wollen wir anset­zen.

Wir sind eine Kosten­lose Anlauf­stelle mit mobilen Berater/Innen, die tele­fonisch
unter der Num­mer: 01 73 / 4 22 24 66 in der Zeit von Mon­tag bis Don­ner­stag von 16:00
Uhr bis 22:00 Uhr und Fre­itag bis Son­ntag von 13:00 Uhr bis 22:00 Uhr zu erre­ichen
sind. Das Büro der Anlauf­stelle befind­et im Vere­in­shaus des Inter­na­tionalen
Jugend­vere­ins, in der Kaltenborner Straße 2, wo die mobilen Berater/Innen nach
vorheriger tele­fonis­ch­er Absprache anzutr­e­f­fen sind oder zu einen indi­vidu­ellen
Tre­ff­punkt nach Wun­sch des Geschädigten kom­men.

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